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PSYCHE UND KÖRPER

Unangenehme Themen beim Arzt ansprechen

Peinliches Thema? So findest du die richtigen Worte im Arztgespräch
Letzte Aktualisierung:
Fr., 11. März 2022
In der Arztpraxis über peinliche Symptome zu sprechen, kann viel Überwindung kosten. Eine Kry Ärztin gibt Tipps, wie du dich vorbereiten und offener darüber reden kannst.

Der Gedanke, im Arztgespräch ein heikles Thema zu besprechen, macht uns alle etwas nervös. Egal, ob du über Körpergeruch, Probleme beim Sex oder depressive Verstimmungen sprechen möchtest: Eine Ärztin oder ein Arzt kann dir auch bei den unangenehmsten Symptomen helfen.

„Offen darüber zu sprechen, kann schwierig sein, aber mit einem Problem zu leben, das einen belastet, ist noch schlimmer“, erläutert Dr. Roshaan Saloojee, Allgemeinmedizinerin bei Kry. Ärzte und Ärztinnen sind dazu da, zuzuhören. Mit ihnen kannst du jedes Problem besprechen.

Denk daran, dass Ärztinnen und Ärzte nicht über dich urteilen werden – und dass keine Frage unzulässig ist, wenn es um deine Gesundheit geht. Wenn du ehrlich über deine Beschwerden und dein Befinden sprichst, kannst du ärztliche Hilfe bekommen, sei es durch Medikamente, eine Therapie oder eine Überweisung an eine Facharztpraxis.

Hier sind 8 einfache Tipps, die es dir erleichtern, über unangenehmere Themen zu sprechen.

1. Mach dir vor dem Termin Notizen

Manchmal ist es einfacher vor dem Arztgespräch die Gedanken zu ordnen, vor allem, wenn du verschiedene Dinge besprechen möchtest.

Wenn du deine Beschwerden, Beobachtungen oder Fragen vorher aufschreibst, kannst du dich an wichtige Einzelheiten erinnern, die du sonst während deines Termins vergessen könntest. Wenn du Notizen hast, in denen du nachschauen kannst, hilft das auch, Ängste abzubauen. Wenn du immer noch nervös oder aufgeregt bist, kannst du deine Notizen auch deiner Ärztin oder deinem Arzt zeigen.

2. Probiere es mit einem Online-Termin

Wenn du Beschwerden hast und dich nicht traust, persönlich darüber zu sprechen, kannst du es zunächst mit einer Videosprechstunde von zu Hause aus versuchen. Vielleicht fällt es dir leichter, in einem vertrauten Umfeld, in dem du dich sicher fühlst, offen zu reden.

3. Informiere dich vorher

Vielleicht kannst du dich schon vor deinem Termin über das Thema informieren, das dir Sorgen macht. Du musst nicht alle medizinischen Fachbegriffe kennen, aber einige grundlegende Kenntnisse können dir helfen, deine Beschwerden besser zu beschreiben.

Die Suche nach Symptomen im Internet kann verwirrend und sogar beängstigend sein, daher solltest du seriöse Quellen wie kry.de/ oder gesund.bund.de nutzen, die von medizinischen Experten geprüft werden.

4. Übe vor dem Gespräch

Wenn du dich unsicher fühlst oder Schwierigkeiten hast, über deine Sorgen zu sprechen, kannst du zu Hause oder in einem sicheren Umfeld üben. Oft hilft es dir, deine Worte laut zu hören, um dich sicherer zu fühlen.

5. Sei so genau wie möglich

Du musst nicht unbedingt genau wissen, was mit deinem Körper los ist oder warum. Aber du solltest möglichst genau schildern, welche Beschwerden wann auftreten und wie sie sich äußern. Wichtig ist auch, wie lange die Beschwerden schon andauern. So kann die Ärztin oder der Arzt besser verstehen, was los ist.

Zum Beispiel:

  • „Im vergangenen Monat konnte ich meine Blase ein paar Mal nicht kontrollieren.”
  • „Seit 2 Monaten spüre ich beim Sex einen stechenden Schmerz.”
  • „Ich habe das Interesse an den Dingen verloren, die mir früher Spaß gemacht haben, und es fällt mir schwer, morgens aufzustehen.”

Je mehr Informationen deine Ärztin oder dein Arzt hat, desto besser können sie dir helfen.

6. Stelle Fragen

Arzttermine können ziemlich aufregend sein. Es kann auch sein, dass du in kurzer Zeit eine Menge Infos bekommst. Aber trau dich ruhig, Fragen zu stellen, falls etwas unklar geblieben ist. Ärztinnen und Ärzte sind dafür da, dich aufzuklären.

Selbstverständlich kannst du die Ärztin oder den Arzt darum bitten, dir Fachbegriffe zu erklären, mit denen du nicht vertraut bist. Um Missverständnisse zu vermeiden und das Gesagte besser zu behalten, kannst du auch mit eigenen Worten zusammenfassen, was gesagt wurde, etwa so: „Habe ich das richtig verstanden, dass…?“

7. Sag, dass du nervös oder aufgeregt bist

Wenn du deiner Ärztin oder deinem Arzt sagst, dass du besorgt bist, können sie verstehen, dass du vielleicht mehr Zeit brauchst, um über dein Problem zu sprechen. Sprich einfach deine Unsicherheit an. Das kann helfen, derartige Ängste abzubauen. Einige Sätze, die du verwenden könntest, sind:

  • „Es ist mir unangenehm, darüber zu sprechen.”
  • „Ich habe noch mit niemandem darüber gesprochen.”
  • „Ich bin etwas nervös. Bitte haben Sie Geduld, während ich es erkläre.”

8. Denk daran, dass der Termin absolut vertraulich ist

„Bei einem Arztbesuch gibt man viel von sich preis. Wir respektieren die Privatsphäre unserer Patientinnen und Patienten, und bei einem Arzttermin – ob digital oder persönlich – wird alles, was sie ansprechen, vertraulich behandelt. Wir sind immer an die ärztliche Schweigepflicht gebunden,“ versichert Dr. Saloojee. „Unsere Aufgabe ist es, unsere Patientinnen und Patienten zu beruhigen und für sie ein angenehmes Umfeld zu schaffen, in dem sie offen über ihre Gesundheitsprobleme sprechen können.”

Woher weiß ich, wann ich einen Arzt bzw. eine Ärztin aufsuchen muss?

Wenn du Beschwerden hast, die dich beunruhigen, ist es in der Regel am besten, sie so schnell wie möglich mit einer Ärztin oder einem Arzt zu besprechen. Einige Gesundheitsprobleme, die gut behandelt werden können, sobald Beschwerden auftreten, sind:

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