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Anzeichen eines Herzinfarkts erkennen

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Anzeichen eines Herzinfarkts erkennen
Was sind die wichtigsten Symptome eines Herzinfarkts und was ist im Ernstfall zu tun? Kry Ärztin Dr. Rhianna McClymont beantwortet die wichtigsten Fragen.

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Bei einem Herzinfarkt ist schnelle medizinische Hilfe erforderlich. Wird ein Infarkt rechtzeitig behandelt, kann sich das Herz in der Regel vollständig erholen. Deshalb ist es wichtig, sich mit den möglichen Anzeichen und Risikofaktoren auseinanderzusetzen.

Was ist ein Herzinfarkt?

„Zu einem Herzinfarkt (oder Myokardinfarkt) kommt es, wenn der Blutfluss zum Herzmuskel unterbrochen wird. Der Auslöser dafür ist meist ein Blutgerinnsel in einem Herzkranzgefäß“, erläutert Dr. Rhianna McClymont, leitende Ärztin bei Livi. „Das Herzmuskelgewebe wird in diesem Fall nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Dadurch wird der Herzmuskel geschädigt und in seiner Funktion beeinträchtigt.“

Welche Risikofaktoren begünstigen einen Herzinfarkt?

Es gibt eine Reihe von Faktoren, die das Risiko für einen Herzinfarkt erhöhen. Dazu gehören:

  • Rauchen
  • Übergewicht
  • hoher Blutdruck oder hoher Cholesterinspiegel

Es gibt auch einige unkontrollierbare Risikofaktoren, wie z. B. eine entsprechende familiäre Vorbelastung. Das Risiko eines Herzinfarkts steigt außerdem bei Männern nach dem 45. Lebensjahr und bei Frauen nach den Wechseljahren.

Wie fühlt man sich bei einem Herzinfarkt?

„Bei einem Herzinfarkt treten ein starkes Druck- oder Engegefühl im Brustkorb und klemmende, beengende Schmerzen in der Mitte oder auf der linken Seite der Brust auf“ erläutert Dr. McClymont. Diese Schmerzen oder das Engegefühl können aber auch in den linken Arm, den Nacken oder den Rücken ausstrahlen. Sie werden häufig von weiteren Symptomen begleitet, wie beispielsweise:

Doch auch ganz andere Symptome können bei einem Herzinfarkt auftreten – einige kommen weniger häufig vor und einige sind auch weniger offensichtlich. So leiden manche der Betroffenen unter unerklärlicher starker Müdigkeit oder haben das Gefühl, in Ohnmacht zu fallen. Diabetiker haben oft nur wenige oder sehr leichte Symptome. In seltenen Fällen treten überhaupt keine Symptome auf und die Betroffenen sind überrascht, wenn sie erfahren, dass sie einen Herzinfarkt hatten.

Was ist ein stiller Herzinfarkt?

„Bei einem stillen oder stummen Herzinfarkt treten keine klassischen Beschwerden wie starke Schmerzen im Brustkorb auf. Es kann dann zu anderen eher ungewöhnlichen Symptomen wie Verdauungsbeschwerden kommen. Dies ist bei Frauen, älteren Personen und Diabetikern häufiger der Fall. In diesem Fall ist es schwieriger, einen Herzinfarkt zu erkennen“, erläutert Dr. McClymont.

Herzinfarkt-Symptome sind bei Männern und Frauen häufig unterschiedlich

„Sowohl Männer als auch Frauen erleben die typischen Symptome eines Herzinfarkts wie ein Engegefühl in der Brust, aber in manchen Fällen sind die Anzeichen eines Herzinfarkts bei Frauen weniger deutlich. Bei Frauen äußert sich zudem ein Herzinfarkt häufig mit eher atypischeren Symptomen wie Schwindel, Übelkeit oder Verdauungsbeschwerden“, erklärt Dr. McClymont. Ein Herzinfarkt, bei dem solche untypischen Beschwerden auftreten, kann häufig unbemerkt bleiben.

Es sind weitere Studien erforderlich, um mehr über die unterschiedlichen Symptome herauszufinden, die Frauen und Männer bei einem Herzinfarkt erleben. Frauen mit chronischen Herzerkrankungen haben nach einem Herzinfarkt schlechtere Überlebens- und Genesungschancen, da ein Herzinfarkt aufgrund der unspezifischen Symptome – wie Magenschmerzen, Atemnot, Übelkeit und Müdigkeit – bei ihnen häufig unerkannt bleibt.

Fehldiagnosen bei einem Herzinfarkt sind insgesamt häufig. Bei einem Drittel aller Betroffenen wird der Herzinfarkt nicht erkannt. Bei Frauen ist die Wahrscheinlichkeit einer Fehldiagnose doppelt so hoch.

Zum Teil ist dies auch darauf zurückzuführen, dass Frauen manchmal niedrigere Troponinwerte aufweisen. Troponin ist ein Eiweiß, das bei einem Herzinfarkt in den Blutkreislauf freigesetzt wird. Zur Diagnose eines Herzinfarkts wird der Troponin-Wert bestimmt. Erhöhte Werte weisen auf einen Herzinfarkt hin, bei Frauen liegen diese Werte aber allgemein niedriger.

Wie kann man einen Herzinfarkt von einer Angina Pectoris unterscheiden?

Mit Angina Pectoris (Brustenge) bezeichnen Ärztinnen und Ärzte einen anfallsartig auftretenden Schmerz in der Herzgegend. „Symptome einer Angina Pectoris treten typischerweise nach körperlicher Anstrengung oder Stress auf, also wenn der Herzmuskel mehr Sauerstoff benötigt. Ein Herzinfarkt kündigt sich zwar mit denselben Symptomen an, wird aber durch ein verstopftes Herzkranzgefäß verursacht“, erläutert Dr. McClymont.

„Die Symptome einer Angina Pectoris treten in der Regel nur vorübergehend und hauptsächlich dann auf, wenn das Herz einer erhöhten Belastung ausgesetzt ist. Die Schmerzen und das Engegefühl lassen wieder nach, sobald der Körper zur Ruhe kommt.“

Was ist ein plötzlicher Herzstillstand?

„Ein Herzstillstand liegt vor, wenn das Herz plötzlich aufhört zu schlagen“, erläutert Dr. McClymont. Dabei gibt es viele verschiedene Ursachen für einen Herzstillstand. Ein Gefäß kann durch ein großes Blutgerinnsel blockiert sein. Auch eine Unterbrechung der elektrischen Impulse, die das Herz zum Schlagen bringen, kann zu einem Herzstillstand führen.

Herzinfarkt und Herzstillstand: Wie handle ich richtig?

„Je früher ein Herzinfarkt diagnostiziert und behandelt wird, desto geringer sind die Schädigungen am Herzmuskel und desto besser ist die Prognose“, erläutert Dr. McClymont. Daher ist es wichtig, dass die Symptome so schnell wie möglich erkannt werden.

Wenn du glaubst, dass jemand einen Herzinfarkt hat, solltest du das Folgende tun:

  • Ein Herzinfarkt ist ein absoluter Notfall. Rufe sofort den Notarzt/Rettungsdienst (112).
  • Eine schnelle Wiederbelebung kann Leben retten! Beginne mit einer Herzdruckmassage (Herz-Lungen-Wiederbelebung), wenn du weißt, wie das geht. In einigen Rettungsleitstellen können dich die Mitarbeitenden am Telefon anleiten und dir bei der Wiederbelebung helfen, bis der Notarzt eintrifft.

Wie kann ich einem Herzinfarkt vorbeugen?

Gegen das Älterwerden oder deine familiäre Vorbelastung kannst du zwar nichts ausrichten, aber durch einen gesunden Lebensstil kannst du das Herzinfarktrisiko deutlich verringern und aktiv etwas für deine Gesundheit tun. Wichtige Lebensstilfaktoren sind:

„Außerdem sollte der Blutdruck regelmäßig gemessen werden. Viele Menschen haben einen hohen Blutdruck, ohne es zu merken“, fügt Dr. McClymont hinzu.

Wenn du dir Sorgen um deinen Cholesterinspiegel, deinen Blutdruck oder andere herzbezogene Symptome machst, solltest du einen Termin mit einer Ärztin oder einem Arzt vereinbaren.

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Aus biologischer Sicht hat die Zecke nämlich gar keinen Kopf. Falls Teile der Zecke in der Wunde stecken bleiben, ist das normalerweise unbedenklich, da die Haut die Reste von alleine abstoßen wird. 5. Irrglaube: Zecken zu entfernen ist schwierig und sollte von einem Arzt gemacht werden Wenn du an dir, deinem Kind oder deinem Haustier eine festsitzende Zecke entdeckst, kannst du diese ganz einfach in wenigen Schritten entfernen. Und das solltest du auch umgehend tun, denn je schneller eine Zecke entfernt wird, desto geringer ist das Infektionsrisiko. Es ist daher nicht ratsam, auf einen Termin beim Arzt zu warten, um die Zecke zu entfernen. Das einzige, worauf du bei der Entfernung wirklich Acht geben solltest, ist nicht auf den Zeckenkörper zu drücken oder sie zu töten, bevor du sie von der Haut entfernt hast. Denn durch das Drücken oder das Absterben gelangt der Inhalt des Zeckendarms in die Einstichstelle und fördert so die Übertragung von Krankheitserregern. Eine Zecke sicher entfernen Mit diesen simplen Handgriffen wirst du die Zecke los: Mit einer Pinzette, Zeckenkarte oder Zeckenzange nimmst du die Zecke direkt über der Haut. Es ist wichtig, dass die Pinzette oder Zange so angesetzt wird, dass sie den Zeckenkörper nicht zerquetschen kann. Nun hebelst du die Zecke vorsichtig aber mit leichtem Zug heraus. Achte darauf, nicht zu stark zu ziehen oder gar zu reißen, damit ein möglichst großer Teil der Zecke entfernt wird. Falls Reste der Zecke in der Wunde bleiben, kannst du versuchen diese mit einer Zeckenkarte herauszukratzen. Versuche nicht, die Zecke aus der Wunde zu quetschen. Beseitige die Zecke in einem Taschentuch. Nach der Entfernung solltest du die betrofffene Hautstelle mit einem Antispetikum desinfizieren. In den kommenden Tagen und Wochen solltest du die Einstichstelle beobachten, um schnell auf eventuell auftretende Hautveränderungen reagiern zu können. Falls Veränderungen auftreten, solltest du allerdings zeitnah einen Arzt aufsuchen. Tipp: Wenn die Zecke so klein ist, dass sie mit einer Pinzette oder Zeckenkarte kaum zu entfernen ist, kannst du es auch mit Schlinge aus einem Faden oder Zahnseide probieren. Die Schlinge einfach eng an der Haut um die Zecke legen, zuziehen und vorsichtig herausziehen. Vor Zecken schützen Wenn du in der Natur unterwegs bist, kannst du dich mit diesen Vorsichtsmaßnahmen vor einem Zeckenstich schützen: Meide das Dickicht. Geh lieber auf flachen Wegen, gemähten Wiesen oder breiten Trampelpfaden spazieren, als durch das hohe Gras zu wandern. Auch den Wegesrand solltest du meiden, wenn er dicht oder hoch bewachsen ist. Ziehe dir feste Schuhe und lange Socken an. Damit versperrst du der lauernden Zecke den direkten Weg zur Haut. Achte auf geschlossene Kleidung. Trage beim Spazieren im Wald oder hohen Gras lieber lange Hosen und langärmelige Oberteile. Idealerweise steckst du deine Hose auch in die Socken, um der Zecke keinerlei Angriffsfläche zu bieten. Trage Repellents auf. Es gibt eine ganze Reihe Insektenschutzmittel, die ebenso wie Mückenspray den Geruch, die Feuchtigkeit und die Temperatur der Haut verändern und sie für Zecken unattraktiver macht. Pflege deinen Garten. Um Zeckenherde zu vermeiden, ist es ratsam die Hecken zu beschneiden, den Rasen zu Mähen und dichtes Gestrüpp im Garten zu stutzen. Nach Zecken absuchen. Nach deinem Ausflug in die Natur, solltest du dich (und gegebenenfalls auch deine Kinder und Haustiere) anschließend gründlich absuchen. Zecken bevorzugen Stellen, an denen die Haut warm und dünn ist, also unter den Armen, in der Kniekehle, zwischen den Zehen oder Fingern, im Bauchnabel oder auch am Kopf. Übrigens: Auf heller Kleidung, kannst du die kleinen Biester schneller erkennen, bevor sie es sich auf deiner Haut gemütlich machen. Zeckenstich, und nun? Wenn du dir oder deinem Kind eine Zecke entfernt hast und eine lokale Hautveränderung, wie zum Beispiel einen Ausschlag, feststellst, solltest du das von einem Arzt überprüfen lassen. Mit der Kry App kannst du ganz bequem vor deinem Termin mit einem Arzt ein Foto von der betroffenen Hautstelle hochladen. Unsere Ärzte können dir dabei helfen, der Ursache auf den Grund zu gehen und dich zum weiteren Vorgehen beraten. Gegebenenfalls erhältst du von unseren Ärzten auch ein Rezept, eine Krankschreibung und/oder eine Facharztüberweisung. Auch für Insektenstiche anderer Art, sowie Hautausschläge ohne erkennbaren Stich oder Biss erhältst du über Kry ärztlichen Rat.