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Gesund abnehmen: 5 ärztliche Tipps

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Wie kann ich gesund und nachhaltig abnehmen? Kry Arzt Dr. Samuel Menon erklärt, welche medizinischen Fakten du bei der Gewichtsabnahme beachten solltest.

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Wie und aus welchen Gründen wir abnehmen, ist sehr individuell. Unser Gewicht kann durch medizinische, mentale und emotionale Faktoren beeinflusst werden. Es ist auch durchaus üblich, dass das Körpergewicht im Laufe des Tages oder zu verschiedenen Zeitpunkten des Menstruationszyklus schwankt.

„Was, wie und warum wir essen und trinken, und wieviel wir uns bewegen, ist grundlegend dafür, wie wir unser Gewicht halten", sagt Dr. Menon. „Wir lernen zudem immer mehr über die negativen Auswirkungen von Übergewicht.” Übergewicht und Adipositas können das Risiko für chronische Krankheiten erhöhen. Neuere Studien zeigen, dass Menschen mit Übergewicht ein höheres Risiko haben, schwer an Covid-19 zu erkranken.

Vor allem aber ist eine gesunde Einstellung entscheidend. Im Folgenden verrät Dr. Menon, welche 5 Dinge du beachten solltest – egal, ob du gesund und nachhaltig abnehmen oder dein Gewicht halten möchtest.

1. Es gibt kein festgelegtes „Idealgewicht”, aber 2 hilfreiche Richtwerte

Der Body-Mass-Index (BMI) kann dir eine grobe Orientierung geben, in welchem Bereich sich ein gesundes Körpergewicht für dich bewegt. „Der BMI ist nur ein Richtwert, keine allgemeingültige Regel, und es kann auch Gründe für Übergewicht geben, obwohl man gesund ist", sagt Dr. Menon. Auch wenn der BMI Schwächen hat, ist er in der Medizin der empfohlene Richtwert.

Deinen BMI rechnest du mit einer einfachen Formel aus: (Gewicht in kg) geteilt durch (Körpergröße in m)²

Der so errechnete Wert kann dabei helfen, festzustellen, ob jemand untergewichtig, normalgewichtig, übergewichtig oder adipös ist. Adipositas wird als chronische Krankheit eingestuft und kann auf verschiedene Weise behandelt werden, während man Übergewicht in der Regel mit Änderungen des Lebensstils in den Griff bekommen kann.

„Ein weiteres nützliches Maß ist der Taillenumfang", fügt Dr. Menon hinzu. Zusätzliches Gewicht um die Taille herum kann das Risiko erhöhen, an Diabetes zu erkranken. Bei Frauen spricht man ab einem Taillenumfang von 88 cm, bei Männern ab 102 cm von einem erhöhten Risiko.

2. Setze dir Ziele, die im Alltag machbar sind

„Es gibt keine Tricks oder Abkürzungen zum gesunden Gewicht", sagt Dr. Menon. „Eine ausgewogene Ernährung und Bewegung sind das A und O.“ Finde heraus, was bei dir funktioniert, und baue neue Gewohnheiten schrittweise ein. Wenn du es langsam angehen lässt und Spaß an der Bewegung hast, bleibst du auch in schwierigeren Zeiten dran. Beginne damit, gesünder zu kochen und aktivere Fortbewegungsarten wie Gehen oder Radfahren auszuprobieren.

Sich täglich auf die Waage zu stellen kann unnötigen Druck aufbauen. Stattdessen kannst du dich auf deinen gesünderen Lebensstil fokussieren und ab und zu deinen Taillenumfang im Blick behalten. Wichtig ist, dass du deine neuen Lebensgewohnheiten beibehältst – sie werden früher oder später dafür sorgen, dass du dich auf lange Sicht gesünder und wohler fühlst.

Kurz gesagt: Halte dich lieber an einfache Lebensstil-Änderungen als an strenge Diäten und harte Workouts. Entwickle neue, gesündere Gewohnheiten, die in deinem Alltag funktionieren.

3. Kleine Schritte bringen große Gesundheitsvorteile

Eine gesundes Gewicht hat viele gesundheitliche Vorteile. Dazu zählt ein geringeres Risiko für Herzkrankheiten, Typ-2-Diabetes, Muskel- und Gelenkprobleme und einige Krebsarten. Es gibt sogar eindeutige Belege dafür, dass ein gesundes Körpergewicht die Sterblichkeit reduziert.

Schon wenige abgenommene Kilos können erhebliche positive Auswirkungen haben. „Es gibt eindeutige Belege dafür, dass eine geringe Gewichtsabnahme den Blutdruck von Menschen mit Übergewicht senkt", so Dr. Menon. Da Bluthochdruck ein wichtiger Risikofaktor für Herzkrankheiten und Schlaganfälle ist, kann eine geringe Gewichtsabnahme diese Gesundheitsrisiken verringern.

4. Einfache Veränderungen statt Modediäten

Dr. Menon rät von Modediäten ab. Sie sind oft nicht nachhaltig und basieren manchmal auf wissenschaftlichen Irrtümern. Eine direktere Formel zum Abnehmen besteht darin, weniger Kalorien zu essen, als du verbrauchst.

„Wir beginnen bei einer negativen Energiebilanz Gewicht zu verlieren: also wenn wir mehr Energie verbrauchen, als wir zu uns nehmen", erklärt Dr. Menon. „Das mag offensichtlich erscheinen, aber in einer Welt, in der wir ständig mit Trainingsplänen und Diättipps bombardiert werden, kann es schwierig sein, sich daran zu halten. Weniger essen, und mehr pflanzliche als tierische Lebensmittel essen – das ist im Prinzip das Einzige, was man wissen muss.”

5. Lieber langsam und stetig als zu schnell abnehmen

„Die Einschränkung bestimmter Lebensmittel über einen längeren Zeitraum kann zu einem Nährstoffmangel führen. Wenn wir uns die Nahrung verbieten, die unser Körper braucht, kann das beachtliche Gesundheitsrisiken nach sich ziehen," erklärt Dr. Menon.

„Ich würde empfehlen, kleine, stetige Anpassungen vorzunehmen. So hat der Körper die Chance, Appetitregulierung, Energienutzung und -speicherung allmählich anzupassen. Wenn wir das Abnehmen überstürzen, kann der Körper aus dem Takt geraten und wir sind eher geneigt, wieder zuzunehmen", so Dr. Menon. Tatsächlich löst eine drastische Reduzierung der Kalorienzufuhr eine Hormonreaktion aus, die dich hungriger macht – der berühmte Jo-Jo-Effekt.

Kurz gesagt: Schnelles Abnehmen gibt dem Körper nicht genug Zeit, sich an die veränderten Bedingungen anzupassen. Daher sind Blitzdiäten eher kontraproduktiv – sie richten mehr Schaden als Nutzen an. Auf lange Sicht lohnt es sich, geduldig zu sein und deine Ernährungsgewohnheiten in kleinen Schritten zu verändern.

Wenn du dir Sorgen wegen deines Gewichts machst und dir professionelle Unterstützung wünschst, kannst du dir bei uns ärztlichen Rat per Videosprechstunde holen.

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Kaum so groß wie ein Stecknadelkopf und doch so sehr gefürchtet: die Zecke. Um das kleine Spinnentierchen und seinen Stich kursieren zahlreiche Irrglauben. Daher bringen wir Licht ins Dunkel, erklären, wie du eine Zecke sicher entfernst und geben Hinweise dazu, wie du dich vor ihrem Stich schützt. Die Zecke gehört zu den Spinnentieren und ist etwa 3 bis 4 Millimeter groß. Sie gehört außerdem zu den Parasiten und ernährt sich daher ausschließlich vom Blut ihres Wirtes. Zecken können Menschen und Tiere befallen, wobei ihr Stich zumeist unmerklich ist. Grund für die Besorgnis um die Zecke ist vor allem die Tatsache, dass Zecken Krankheitserreger übertragen können und dadurch eine Ansteckung mit Infektionskrankheiten wie Lyme-Borreliose, Frühsommer-Meningoenzephalitis, Ehrlichiose und weiteren Erkrankungen verursachen können. Irrglauben rund um die Zecke 1. Irrglaube: Zecken beißen Hast du gewusst, dass Zecken gar nicht beißen, sondern stechen? Aus anatomischer Sicht, kann eine Zecke nämlich gar nicht beißen. Hat die Zecke einen Wirt gefunden, schneidet sie ihm mit ihrem Mundwerkzeug in die Haut und sticht zum Blutsaugen mit einem zungenähnlichen Stachel zu. 2. Irrglaube: Zecken fallen von Bäumen Auch, dass Zecken auf Bäumen lauern und auf ihren Wirt beim Vorübergehen herabfallen, ist ein Ammenmärchen. Zecken halten sich vorrangig im Dickicht auf, also hohen Gräsern, wildem Gestrüpp und dichten Hecken. 3. Irrglaube: Schwarzkümmelöl beugt einem Zeckenstich vor Die Wirksamkeit von natürlichen Zeckenschutzmitteln, wie Kokosöl, Lavendelöl oder Schwarzkümmelöl ist umstritten. Bislang gibt es noch keine wissenschaftliche Beweise dafür, dass natürliche Repellents vor dem Stich eine Zecke schützen. 4. Irrglaube: Der Kopf der Zecke darf auf keinen Fall stecken bleiben Beim Entfernen kann es passieren, dass Reste der Zecke stecken bleiben. Dabei handelt es sich jedoch nicht um den Kopf, sondern um das Beißwerkzeug. Aus biologischer Sicht hat die Zecke nämlich gar keinen Kopf. Falls Teile der Zecke in der Wunde stecken bleiben, ist das normalerweise unbedenklich, da die Haut die Reste von alleine abstoßen wird. 5. Irrglaube: Zecken zu entfernen ist schwierig und sollte von einem Arzt gemacht werden Wenn du an dir, deinem Kind oder deinem Haustier eine festsitzende Zecke entdeckst, kannst du diese ganz einfach in wenigen Schritten entfernen. Und das solltest du auch umgehend tun, denn je schneller eine Zecke entfernt wird, desto geringer ist das Infektionsrisiko. Es ist daher nicht ratsam, auf einen Termin beim Arzt zu warten, um die Zecke zu entfernen. Das einzige, worauf du bei der Entfernung wirklich Acht geben solltest, ist nicht auf den Zeckenkörper zu drücken oder sie zu töten, bevor du sie von der Haut entfernt hast. Denn durch das Drücken oder das Absterben gelangt der Inhalt des Zeckendarms in die Einstichstelle und fördert so die Übertragung von Krankheitserregern. Eine Zecke sicher entfernen Mit diesen simplen Handgriffen wirst du die Zecke los: Mit einer Pinzette, Zeckenkarte oder Zeckenzange nimmst du die Zecke direkt über der Haut. Es ist wichtig, dass die Pinzette oder Zange so angesetzt wird, dass sie den Zeckenkörper nicht zerquetschen kann. Nun hebelst du die Zecke vorsichtig aber mit leichtem Zug heraus. Achte darauf, nicht zu stark zu ziehen oder gar zu reißen, damit ein möglichst großer Teil der Zecke entfernt wird. Falls Reste der Zecke in der Wunde bleiben, kannst du versuchen diese mit einer Zeckenkarte herauszukratzen. Versuche nicht, die Zecke aus der Wunde zu quetschen. Beseitige die Zecke in einem Taschentuch. Nach der Entfernung solltest du die betrofffene Hautstelle mit einem Antispetikum desinfizieren. In den kommenden Tagen und Wochen solltest du die Einstichstelle beobachten, um schnell auf eventuell auftretende Hautveränderungen reagiern zu können. Falls Veränderungen auftreten, solltest du allerdings zeitnah einen Arzt aufsuchen. Tipp: Wenn die Zecke so klein ist, dass sie mit einer Pinzette oder Zeckenkarte kaum zu entfernen ist, kannst du es auch mit Schlinge aus einem Faden oder Zahnseide probieren. Die Schlinge einfach eng an der Haut um die Zecke legen, zuziehen und vorsichtig herausziehen. Vor Zecken schützen Wenn du in der Natur unterwegs bist, kannst du dich mit diesen Vorsichtsmaßnahmen vor einem Zeckenstich schützen: Meide das Dickicht. Geh lieber auf flachen Wegen, gemähten Wiesen oder breiten Trampelpfaden spazieren, als durch das hohe Gras zu wandern. Auch den Wegesrand solltest du meiden, wenn er dicht oder hoch bewachsen ist. Ziehe dir feste Schuhe und lange Socken an. Damit versperrst du der lauernden Zecke den direkten Weg zur Haut. Achte auf geschlossene Kleidung. Trage beim Spazieren im Wald oder hohen Gras lieber lange Hosen und langärmelige Oberteile. Idealerweise steckst du deine Hose auch in die Socken, um der Zecke keinerlei Angriffsfläche zu bieten. Trage Repellents auf. Es gibt eine ganze Reihe Insektenschutzmittel, die ebenso wie Mückenspray den Geruch, die Feuchtigkeit und die Temperatur der Haut verändern und sie für Zecken unattraktiver macht. Pflege deinen Garten. Um Zeckenherde zu vermeiden, ist es ratsam die Hecken zu beschneiden, den Rasen zu Mähen und dichtes Gestrüpp im Garten zu stutzen. Nach Zecken absuchen. Nach deinem Ausflug in die Natur, solltest du dich (und gegebenenfalls auch deine Kinder und Haustiere) anschließend gründlich absuchen. Zecken bevorzugen Stellen, an denen die Haut warm und dünn ist, also unter den Armen, in der Kniekehle, zwischen den Zehen oder Fingern, im Bauchnabel oder auch am Kopf. Übrigens: Auf heller Kleidung, kannst du die kleinen Biester schneller erkennen, bevor sie es sich auf deiner Haut gemütlich machen. Zeckenstich, und nun? Wenn du dir oder deinem Kind eine Zecke entfernt hast und eine lokale Hautveränderung, wie zum Beispiel einen Ausschlag, feststellst, solltest du das von einem Arzt überprüfen lassen. Mit der Kry App kannst du ganz bequem vor deinem Termin mit einem Arzt ein Foto von der betroffenen Hautstelle hochladen. Unsere Ärzte können dir dabei helfen, der Ursache auf den Grund zu gehen und dich zum weiteren Vorgehen beraten. Gegebenenfalls erhältst du von unseren Ärzten auch ein Rezept, eine Krankschreibung und/oder eine Facharztüberweisung. Auch für Insektenstiche anderer Art, sowie Hautausschläge ohne erkennbaren Stich oder Biss erhältst du über Kry ärztlichen Rat.