7 Regeln gegen Krebs

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Letzte Aktualisierung: 4. Feb. 2021

Weltkrebstag 2021: Allein in Deutschland erkranken 510.000 Menschen jährlich an Krebs. Auch in Pandemiezeiten sollten wir die Vorsorge nicht vernachlässigen.

Weltweit ist Krebs die zweithäufigste Todesursache. In Deutschland leben heute 4 Millionen Menschen mit einer Krebserkrankung. Das deutsche Krebsforschungszentrum hat ermittelt, dass mindestens 37 % der Fälle sich durch eine gesunde Lebensweise vermeiden lassen.

Achte auf Risikofaktoren

Die genauen Ursachen von Krebs werden weltweit erforscht. Viele mögliche Risikofaktoren sind bereits bekannt – dazu zählen genetische Faktoren (geerbte Veranlagung zu Krebs) und Umwelteinflüsse (z.B. Luftverschmutzung). Zahlreiche Menschen erkranken an Krebs, ohne dem vorbeugen zu können. Expertinnen und Experten sind sich jedoch einig, dass etwa ein Drittel aller Erkrankungen mit einem ungesunden Lebensstil zusammenhängt.

Zu den bekannten Risikofaktoren zählen:

  • Rauchen und Passivrauchen
  • Übergewicht
  • Ungesunde Ernährung (zu wenig Obst und Gemüse, rotes Fleisch, Fast Food)
  • Bewegungsmangel
  • Alkoholkonsum
  • UV-Strahlung
  • Infektionskrankheiten (Hepatitis B, HPV)

Jede und jeder Einzelne kann Vieles tun, um Krebs vorzubeugen. Wer sich die folgenden Regeln zu Herzen nimmt, kann das Risiko einer Erkrankung erheblich senken.

Regel 1: Gesundes Körpergewicht finden und halten

Der Zusammenhang zwischen Krebs und Übergewicht ist gut erforscht. Seit 1975 hat sich die Zahl der Menschen mit Übergewicht verdreifacht. Studien zeigen, dass ein hohes Körpergewicht und/oder ein hoher Körperfettanteil verschiedene Krebsarten verursachen kann, darunter Darmkrebs, Nierenkrebs, Speiseröhrenkrebs, Gallenblasenkrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Frauen mit Übergewicht sind häufiger von Brustkrebs, Gebärmutterschleimhaut- und Eierstockkrebs betroffen.

Das kannst du tun: Ein gesundes Körpergewicht liegt bei einem BMI (Body Mass Index) zwischen 18,5 und 24,9. Finde dein Wohlfühlgewicht und halte es. Setze statt auf kurzfristige Diäten lieber auf gesunde Lebensgewohnheiten: Mit einer ausgewogenen Ernährung und ausreichend Bewegung kannst du dauerhaft ein gesundes Gewicht halten.

Regel 2: Gut und gesund essen

Alles, was du zu dir nimmst, wirkt sich direkt auf deinen Körper aus. Manche Lebensmittel enthalten Bestandteile, die das Wachstum von Krebszellen anregen. So ist zum Beispiel nachgewiesen, dass rotes und verarbeitetes Fleisch das Risiko für Darmkrebs erhöht. Andere Stoffe in Lebensmitteln können das Wachstum nachweislich bremsen – dazu gehören zum Beispiel Ballaststoffe.

Das kannst du tun: Iss regelmäßig ballaststoffreiche Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte. Baue reichlich Obst und Gemüse in deinen Speiseplan ein. Verzichte auf zu viel Zucker, fettreiches Essen, Fast Food, meide verarbeitetes und rotes Fleisch (Rind, Schwein, Lamm). Koch dir und deinen Lieben öfter frische Mahlzeiten aus regionalen und saisonalen Zutaten.

Regel 3: Möglichst wenig Alkohol trinken

Zu viel Alkohol kann krank machen. Er gilt als Mitverursacher vieler Krebsarten wie Mund-, Rachen-, Kehlkopf- und Leberkrebs. Laut der Krebsforschung spielt es keine Rolle, ob du Bier, Wein oder Hochprozentiges trinkst – Alkohol kann schon in geringen Mengen das Risiko für eine Erkrankung erhöhen.

Das kannst du tun: Hinterfrage deinen Alkoholkonsum. Hier kannst du herausfinden, ob du zu viel trinkst. Je weniger du trinkst, desto besser ist es für deine Gesundheit. Durch den Alkoholverzicht verringerst du nicht nur das Risiko für Krebs, sondern auch für viele andere Erkrankungen.




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Regel 4: Mit dem Rauchen aufhören

Dass Zigaretten schädlich sind, ist nichts Neues. Etwa 90 % aller Lungenkrebs-Fälle werden durch das Rauchen verursacht. Auch an Rachen- oder Kehlkopfkrebs Erkrankte sind häufig Raucher. Selbst Passivrauchen erhöht das Risiko, an diesen Krebsarten zu erkranken.

Das kannst du tun: Nichtraucher werden – das ist leichter gesagt als getan, doch die Überwindung lohnt sich. Viele Raucherinnen und Raucher brauchen mehrere Anläufe, bis sie es schaffen. Am wichtigsten ist es, dranzubleiben. Hier findest du die erfolgversprechendsten Methoden im Überblick.

Regel 5: An Sonnenschutz denken

Sonnenbaden tut gut. Sonnenbrand tut weh. Und er schadet der Haut auf Dauer. UV-Strahlung gilt als größter Risikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs – das gilt sowohl für die natürliche Strahlung der Sonne als auch die künstliche in Solarien. Der richtige UV-Schutz ist die beste Prävention.

Das kannst du tun: Die WHO empfiehlt, die direkte Mittagssonne zwischen 10 Uhr und 16 Uhr zu meiden und sich dann lieber im Schatten aufzuhalten. Achte auf den UV-Index: Wenn er sehr hoch ist, trage leichte, schützende Kleidung und einen Sonnenhut. Trage alle 2 Stunden Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor auf. Das gilt besonders für Kinder, die eine sehr sonnenempfindliche Haut haben.

Regel 6: Dein Baby stillen

Stillen hat viele gesundheitliche Vorteile für dein Baby. Die Muttermilch schützt sein Immunsystem in der Entwicklung und kann Infektionen im frühen Kindesalter vorbeugen. Auf lange Zeit kann Stillen das Kind davor schützen, Asthma zu entwickeln. Auch für dich als Mutter ist Stillen gesund – es senkt nachweislich das Brustkrebsrisiko.

Das kannst du tun: Wenn möglich, solltest du dein Baby stillen. Studien belegen: Je länger die Stillzeit, desto geringer ist dein Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.

Regel 7: Zu Vorsorgeuntersuchungen gehen

Ein gesunder Lebensstil ist die eine Seite der Medaille – Früherkennung die andere. In Deutschland geht nur knapp die Hälfte der Frauen und nicht einmal ein Fünftel der Männer zu Vorsorgeuntersuchungen. Diese helfen aber, verschiedene Krebsarten schon im Frühstadium wirksam zu bekämpfen.

Das kannst du tun: Nutze die Möglichkeit der Früherkennung und geh zu den Gesundheitschecks – sie werden von den Krankenkassen übernommen. Wir haben alle empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen in einer Checkliste zusammengefasst.

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