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5 arten von ausfluss

5 Arten von Ausfluss

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Letzte Aktualisierung:
Do., 6. Mai 2021
Was bedeutet gelber, grünlicher oder bräunlicher Ausfluss? Warum ändert sich die Konsistenz? Und was, wenn der Ausfluss plötzlich stark riecht?

Vaginaler Ausfluss ist ganz normal und sogar gesund – genauso wie Veränderungen im Laufe des Zyklus. Dieser Leitfaden hilft dir, deinen Ausfluss richtig zu deuten und zu erkennen, wann eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist.

Eines vorweg: Der natürliche Ausfluss hat eine wichtige, nicht zu unterschätzende Funktion. Er wird abgesondert, um deine Vagina sauber und feucht zu halten. Außerdem unterstützt er die natürliche Vaginalflora von nützlichen Bakterien, die vor Infektionen, Unfruchtbarkeit und Frühgeburten schützen.

Die Menge und Konsistenz deines Ausflusses kann variieren: je nachdem, wie alt du bist, ob du regelmäßig Sex hast oder schwanger bist und welche Verhütungsmittel du verwendest.

„Es ist auch völlig normal, dass sich der Ausfluss einer Frau im Laufe des Menstruationszyklus verändert", sagt Kry Ärztin Dr. Rhianna McClymont. „Er kann kurz nach der Periode dick und klebrig sein, dann glitschig, nass und klar, und gegen Ende des Zyklus cremig werden.“

„Dazu kommt ein natürlicher Geruch der Vagina", fügt die Ärztin hinzu. „Doch wenn sich dieser Ausfluss sichtbar verändert oder einen neuen, unangenehmen Geruch entwickelt, könnte das ein Zeichen für eine Erkrankung sein.”

Wenn dir dein Ausfluss Sorgen macht, solltest du mit deinem Hausarzt oder deiner Frauenärztin sprechen, um eine Infektion auszuschließen. Hier erfährst du, was die unterschiedlichen Arten von Ausfluss bedeuten.

1. Weiß und körnig

Diese Art von Ausfluss ist ein klassisches Zeichen für einen Scheidenpilz – besonders, wenn er wie Hüttenkäse aussieht. „Die Pilzinfektion kann starken Juckreiz verursachen, aber der Ausfluss ist geruchlos,” so Dr. McClymont.

Vaginalpilz wird durch einen Hefepilz namens Candida verursacht, den viele Frauen in sich tragen, ohne dass es zu Problemen kommt. Wenn jedoch etwas das natürliche Gleichgewicht der Bakterien in Ihrer Vagina stört, kann es zu einer Überwucherung von Candida kommen. Dann machen sich Symptome bemerkbar. Häufige Auslöser können sein:

  • Antibiotika
  • Sex
  • geschädigte oder gereizte Haut
  • Hormonersatztherapie (HRT)
  • Schwangerschaft
  • schlecht eingestellter Diabetes
  • geschwächtes Immunsystem

Wenn du schon einmal eine Pilzinfektion hattest und die Symptome kennst, kannst du sie einfach selbst behandeln. In der Apotheke gibt es entsprechende Vaginalpilz-Salben.

Dennoch solltest du dich an eine Ärztin oder einen Arzt wenden, wenn: du die Symptome zum ersten Mal hast die Symptome nicht vollständig mit der Behandlung verschwinden du unter 16 oder über 60 bist du schwanger bist oder stillst du ein geschwächtes Immunsystem hast (aufgrund einer anderen Erkrankung wie Diabetes, HIV oder Krebs) du die Symptome mehr als 2 Mal in 6 Monaten hast

2. Grünlich, schaumig, fischig

„Dieser gelblich-grüne Ausfluss kann durch eine Trichomoniasis verursacht werden. Er kann auch schaumig aussehen und einen unangenehmen, manchmal fischigen Geruch haben", so Dr. McClymont.

Andere Symptome der Geschlechtskrankheit sind Schmerzen beim Urinieren oder beim Sex sowie Wundsein, Juckreiz oder Schwellungen um die Vagina herum. Der Juckreiz kann sich bis zu den Innenseiten der Oberschenkel ausweiten. Häufig treten aber auch gar keine Symptome auf, sodass sich der Parasit schnell verbreiten kann. Schätzungen zufolge sind 5 % bis 10 % der Frauen und 1 % der Männer betroffen.

Trichomoniasis wird durch einen winzigen Parasiten namens Trichomonas vaginalis verursacht. Trichomonaden werden zum Beispiel bei ungeschütztem Sex übertragen. Auch durch die gemeinsame Nutzung von Sextoys kannst du dich anstecken, wenn sie nicht nach jedem Gebrauch gereinigt werden.

Trichomonaden können auch den Verlauf einer Schwangerschaft beeinflussen. Mögliche Komplikationen sind ein niedriges Geburtsgewicht oder eine Frühgeburt. Daher ist es wichtig, dass du mit einer Ärztin oder einem Arzt sprichst, wenn du diesen Ausfluss bei dir feststellst. Die Infektion lässt sich problemlos behandeln.

3. Dickflüssig, grünlich-gelb

Grün-gelber Ausfluss kann ein Anzeichen von Gonorrhö sein – eine sexuell übertragbare Infektion (STI), die umgangssprachlich auch als Tripper bekannt ist. In der EU ist die Gonnorhö, die durch Gonokokken übertragen wird, die zweithäufigste STI.

Neben dem auffälligen Ausfluss können auch starke Menstruationsblutungen und Zwischenblutungen auftreten. Manche Frauen haben starke Schmerzen beim Wasserlassen. Etwa die Hälfte der betroffenen Frauen zeigt keine Symptome. Es können aber auch Komplikationen wie eine Gebärmutterentzündung oder Entzündungen an Eileitern und Eierstöcken auftreten.

Die Gonorrhö wird ärztlich mit Antibiotika behandelt. Etwa 2 Wochen nach Ende der Einnahme macht die Ärztin oder der Arzt eine Nachkontrolle. So wird überprüft, ob die Therapie angeschlagen hat.

4. Stark riechender Ausfluss

Ein stark riechender Ausfluss kann auf eine bakterielle Vaginose hinweisen, besonders, wenn er einen fischigen Geruch hat und gehäuft nach dem Sex auftritt. „Der vaginale Ausfluss kann dünn und wässrig sein oder eine gräulich-weiße Färbung haben", sagt Dr. McClymont. „Er ist normalerweise nicht mit Schmerzen oder Juckreiz verbunden.“

Bakterielle Vaginose wird durch ein Ungleichgewicht der Bakterien in der Vagina verursacht. Es ist die häufigste Vaginalerkrankung bei Frauen zwischen 15 und 44 Jahren – wobei die Hälfte keine Symptome zeigt.

Die Infektion lässt sich in der Regel leicht mit Antibiotika in Form von Tabletten, Gelen oder Cremes behandeln. Allerdings kann sie wiederkehren und eine längere Behandlung erfordern.

5. Rosa oder brauner Ausfluss

Dies kann ein Zeichen für Blutungen sein, die zu Beginn und am Ende der Periode auftreten. Nach der Geburt können sie für eine sogenannte Lochia (Wochenblutung) stehen. Diese Blutung ist eine Mischung aus Blut, Schleim und Gewebe, die bei einer Erneuerung der Gebärmutterschleimhaut abgestoßen wird.

Dr. McClymont sagt: „Wenn der Ausfluss zu anderen Zeitpunkten im Zyklus auftritt, sollte die Patientin sich ärztlichen Rat einholen. Infektionen, insbesondere STIs wie Chlamydien oder Gonorrhoe können die Ursache sein. Aber auch Erkrankungen, die den Gebärmutterhals oder die Gebärmutterschleimhaut betreffen, können in Frage kommen.”

Tipps für eine gesunde Vagina

Wenn du sexuell aktiv bist und bei wechselnden Partnerinnen und Partnern bieten Kondome den besten Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen.

Außerdem solltest du Intimpflegeprodukte und Intimsprays vermeiden, die viele Duftstoffe enthalten und mehr Frische versprechen. Sie können der empfindlichen Haut im Intimbereich und der natürlichen Vaginalflora oft mehr schaden als nützen. Wenn du Gleitmittel und Pflegeprodukte verwendest, achte darauf, dass sie unparfümiert sind.

Wann du dir ärztlichen Rat holen solltest: Dr. McClymont empfiehlt, eine Ärztin oder einen Arzt zu fragen, wenn dein Ausfluss von dem abweicht, was du gewohnt bist. Sie betont: „Jede neue Art von Blutung oder blutiger Ausfluss sollte ärztlich abgeklärt werden – vor allem, wenn er nach dem Sex, nach der Menopause oder zwischen den Menstruationsblutungen auftritt.”

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