5 Alternativen zu Kaffee

5 Alternativen zu Kaffee – Titelbild
Letzte Aktualisierung: 16. Juli 2020

Brühwarm: Aktuelle Trends aus der Welt der Heißgetränke

Kaffee ist das beliebteste Getränk der Deutschen – im Durchschnitt trinkt jeder pro Jahr ganze 162 Liter. Dabei ist Kaffee mehr als nur ein Getränk: Der Genuss einer Tasse Kaffee schenkt dem Trinkenden eine kleine Auszeit vom Alltag. Darauf wollen viele nicht verzichten. Dabei können andere, weniger bekannte Getränke genauso gut Momente der Wärme und Geborgenheit vermitteln – und sind dazu noch um einiges gesünder als Bohnenkaffee.

Nachteile von Kaffee

Klar, mit Kaffee kann man der Müdigkeit beikommen. Daher ist eine Tasse Kaffee für viele der perfekte Start in den Tag. Doch es gibt auch jede Menge Gründe, auf den Koffeinkick zu verzichten:

  • Zu viel Koffein kann zu Herzrasen, Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden führen.
  • Auf leeren Magen getrunken kann Kaffee Sodbrennen verursachen.
  • Beim Rösten der Bohnen entsteht Acrylamid, ein potenziell krebserregender Stoff.
  • Kaffeegenuss am Nachmittag oder Abend kann Schlafstörungen bedingen.
  • In manchen Fällen macht Kaffee abhängig – Koffein kann wie eine Droge wirken.

Getreidekaffee

Beim Getreidekaffee wird anstelle von Bohnen Gerste oder Roggen verwendet, manchmal auch Mais oder Dinkel. Die Körner werden getrocknet, geröstet und anschließend gemahlen. Gerstenkaffee ist als Malzkaffee recht bekannt und weit verbreitet. Insgesamt ist Getreidekaffee bekömmlicher und nährstoffreicher als Bohnenkaffee, und auch in glutenfreien Varianten erhältlich. Er hat einen typisch würzigen Geschmack. Wach macht er allerdings nicht, denn Getreidekaffee enthält kein Koffein.

Lupinenkaffee

Besonders aromatisch, nussig, ja geradezu schokoladig schmeckt der Lupinenkaffee. Er wird aus der Süßlupine gewonnen, einer Hülsenfrucht, die 1926 erstmalig gezüchtet wurde. Lupinenkaffee ist von Natur aus koffein- sowie glutenfrei und äußerst magenschonend. Er enthält unter anderem diverse B-Vitamine, Magnesium, Eisen und Zink. Wer allerdings gegen Hülsenfrüchte allergisch ist, sollte auch bei Lupinenkaffee aufpassen. Da Süßlupinen in Deutschland angepflanzt werden, hat Lupinenkaffee eine gute Ökobilanz.

Chicorée-Kaffee

Chicorée ist kein besonders beliebtes Gemüse und dementsprechend verhalten reagieren die meisten Menschen auf Chicorée-Kaffee. Dabei kommt der Geschmack von Chicorée-Kaffee dem von Bohnenkaffee erstaunlich nahe. Verwendet werden nicht die Triebe, sondern die Wurzel der Chicorée-Pflanze. Sie wird zu einem feinen Pulver vermahlen, das koffeinfrei ist und entzündungshemmend wirkt. Chicorée-Kaffee wird bereits seit über 300 Jahren getrunken.

Pilzkaffee

Für Pilzkaffee werden nicht etwa Champignons oder Pfifferlinge verwendet, sondern asiatische oder nordische Pilzarten wie Chage, Reishi oder Shiitake. Mit heißem Wasser verrührt hat das Pilzpulver eine erdige Note, schmeckt dabei aber weniger bitter als Bohnenkaffee. Pilzkaffee wird eine vitalisierende Wirkung nachgesagt, er soll das Immunsystem stärken und die Konzentration fördern. Derzeit gibt es allerdings keine wissenschaftlichen Langzeitstudien, die dies belegen.

Guarana-Pulver

Die Samen des Guarana-Buschs besitzen mehr Koffein als jede andere Pflanze, etwa 4 Mal so viel wie herkömmlicher Bohnenkaffee. Allerdings wird das Guarana-Koffein im Körper nur langsam freigesetzt. Das heißt, die aufputschende Wirkung ist erst später zu spüren, hält dafür aber länger an. Guarana schmeckt bitter und es können die gleichen Nebenwirkungen auftreten wie bei Kaffee, weshalb das Pulver immer sorgfältig abgewogen werden sollte. Guarana-Pulver findet sich in Kaffee- und Kakao-Mixgetränken, aber auch in Säften und Energydrinks.

Und was ist mit Tee?

Es muss nicht immer ein hippes neues Superfood sein: Auch Tee ist eine gesunde und bewährte Alternative zu Kaffee. Sowohl schwarzer als auch grüner Tee enthält Koffein, allerdings deutlich weniger als Kaffee. Grüner Tee gilt als besonders gesundheitsfördernd, da er Polyphenole enthält, die entzündungshemmend wirken. Dies gilt vor allem für Matchatee, bei dem die Blätter nicht nur aufgegossen, sondern vermahlen und somit ganz konsumiert werden. Kräuter-, Früchte- und Ingwertee haben jeweils eigene gesundheitliche Benefits, die aufzuzählen an dieser Stelle zu weit führen würde.

Hoch die Tassen!

Wenn du jetzt Lust auf die genannten Kaffeealternativen bekommen hast, können wir dich nur ermutigen: Probiere sie selbst aus und finde heraus, was dir schmeckt! Achte darauf, ob du dich nach dem Genuss anders fühlst als bei Bohnenkaffee – so findest du das für dich richtige Heißgetränk. Übrigens: Nicht jeder Supermarkt führt Ersatzkaffee, aber im Reformhaus und natürlich im Internet wirst du fündig.

Letzte Aktualisierung:
16. Juli 2020