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Telemedizin: 5 Mythen und Fakten

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Ärztin führt eine Sprechstunde online durch
Die Sprechstunde im Wohnzimmer: zukünftiger Standard oder vorübergehender Trend?

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen bekommt derzeit einen Schub. Aber manche Menschen haben noch Berührungsängste mit Telemedizin als Ergänzung. Vielleicht auch, weil zu diesem Thema viele Mythen im Umlauf sind. Ein Blick auf die Fakten.

Jeder vierte Bundesbürger an einer verbesserten Patientenberatung über das Internet interessiert. Das ergibt sich aus der Bevölkerungsumfrage „Future Health“ der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers. Gleichzeitig gibt es viele Bedenken zur Qualität der persönlichen Beratung sowie zu den Kosten für die technologischen Mittel. Für Verunsicherung sorgen nicht zuletzt Mythen und Halbwahrheiten. Fünf besonders verbreitete Mythen zu Telemedizin – und wie die Realität aussieht.

Mythos 1: Telemedizin soll Hausärzte ersetzen

Realität: Als Telemedizin-Anbieter verstehen wir die Videosprechstunde vor allem als ergänzende Behandlungsform. Oft greifen Menschen dann auf telemedizinische Angebote zurück, wenn es bei ihnen vor Ort keinen Hausarzt gibt oder sie bisher keinen besucht haben. Den lokalen Hausärzten gehen durch Telemedizin also keine Patienten verloren. Im Gegenteil: Allgemeinmediziner, die Kry nutzen, können durch die Telemedizin zusätzliche Patienten gewinnen.

Mythos 2: Telemedizin belastet das Gesundheitssystem zusätzlich

Realität: Die Hemmschwelle, einen Arzt über Kry zu konsultieren, ist aufgrund der leichten und komfortablen Zugänglichkeit tatsächlich niedriger als die Hemmschwelle, in eine Arztpraxis zu gehen. Es gibt viele Menschen, die sich nicht trauen, zum Arzt zu gehen, insbesondere bei Haut- und Geschlechtskrankheiten. Eine frühzeitige Abklärung von Symptomen über die Telemedizin ist zunächst besser für die Betroffenen. Aber auch für das Gesundheitssystem ist es besser, eine leicht behandelbare Krankheit wird früh erkannt, bevor die Symptome schwerer und die Behandlung teurer werden.

Zudem kann Telemedizin die oft überfüllten Arztpraxen entlasten: Viele Menschen vereinbaren Arzttermine zur Abklärung ihrer Beschwerden. Viele dieser Beschwerden lassen sich durch Telemedizin einordnen: Ist eine weitere körperliche Untersuchung nötig, braucht der Patient nur Ruhe? Das können erfahrene Mediziner oft in einem Gespräch mit dem Patienten klären.

Mythos 3: Eine Ferndiagnose kann niemals professionell sein.

Realität: Alle mit Kry kooperierenden Ärzte durchlaufen einen anspruchsvollen Medical-Quality-Check. Ein Kassensitz ist Voraussetzung, um bei uns arbeiten zu dürfen. Alle Ärzte müssen eine Fachausbildung vorweisen und Berufserfahrung haben. Wenn der behandelnde Arzt dem Patienten über die App nicht weiterhelfen kann, verweist er ihn selbstverständlich an eine Facharztpraxis. Das bedeutet: Natürlich kann man nicht jede Diagnose ohne körperliche Untersuchung stellen, viele jedoch schon. Die Ärzte, die mit Kry zusammenarbeiten, gehen mit dieser Tatsache transparent und verantwortungsvoll um.

Mythos 4: Über Telemedizin kann keine gute Arzt-Patienten-Beziehung entstehen

Realität: Sehr viele Kry Patienten leben in urbanen Regionen, in denen sie aufgrund der hohen Auslastung der niedergelassenen Ärzte oft wochenlang auf einen Termin warten müssen. Die Wertschätzung für eine schnelle Behandlung ist sehr hoch – und jedes positive Feedback wird von uns direkt an den behandelnden Arzt weitergeleitet. Patienten können außerdem Termine bei Kry Ärzten buchen, mit denen sie bereits in Kontakt waren. Es ist also durchaus möglich, eine langfristige Arzt-Patienten-Beziehung aufzubauen, wenn man das möchte.

Mythos 5: Telemedizin bedeutet mehr Bürokratie für den Arzt

Realität: Eher im Gegenteil: Telemedizin bedeutet für Ärzte weniger Bürokratie als die klassische Tätigkeit als Arzt in einer Praxis. Einmal registriert, geht es für den Arzt gleich los mit der Patientenbetreuung. Wir unterstützen jeden Arzt bei der Anmeldung und übernehmen Aufgaben wie Terminbuchungen, Anamnese, Abrechnung oder die Übermittlung von Rezepten. Bei uns benötigen Ärzte täglich nur wenige Minuten für administrative Aufgaben.

Damit werden auch die Angestellten in den Praxen entlastet: Für sie entsteht durch die Videosprechstunden keine zusätzliche Arbeit. Bei uns hat jede Ärztin und jeder Arzt eine Ansprechperson, die ihnen bei den wenigen administrativen Aufgaben zur Seite steht. Außerdem gibt es jederzeit technischen Support, wenn er benötigt wird.

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