Tipps gegen starkes Schwitzen im Sommer

Tipps gegen starkes Schwitzen im Sommer – Titelbild
Letzte Aktualisierung: 21. Juli 2020

Sport, sommerliche Temperaturen und manchmal sogar auch ein Blick auf die Uhr können uns schnell die Schweißperlen auf die Stirn treiben. Zunächst ist das auch gar nicht schlimm, denn es handelt sich dabei um eine ganz natürliche Körperreaktion. Wenn wir jedoch gerade an heißen Tagen aus dem Schwitzen gar nicht mehr rauskommen und sich dann noch ein unangenehmer Geruch breitmacht, kann das äußerst unangenehm werden. Daher haben wir hier einige Tipps zusammengestellt, die dich erfrischt durch den Sommer bringen.

Warum schwitzen wir?

Schweiß ist eine ganz natürliche Reaktion des Körpers. Die Schweißbildung wird vor allem dann angekurbelt, wenn unser Körper „zu heiß“ läuft und der Wärmehaushalt reguliert werden muss. Denn Schweiß hilft unserem Körper dabei abzukühlen und schützt uns vor einer gefährlichen Überhitzung. Körperliche Anstrengung, Hitze oder große Aufregung sind die häufigsten Ursachen für die vermehrte Schweißproduktion.

Doch auch andere Faktoren können die vermehrte Schweißbildung begünstigen. Dazu zählen Übergewicht, hormonelle Schwankungen, einige Medikamente und bestimmte Erkrankungen.

Starkes Schwitzen kann jedoch auch krankhaft und auf eine Fehlfunktion der Schweißproduktion zurückzuführen sein. Eine sogenannte Hyperhidrose kann als eigenständige Erkrankung auftreten (primäre Hyperhidrose), oder ein Symptom einer anderen Erkrankung (sekundäre Hyperhidrose) sein.

Wer ohne erkennbaren Grund an starken Schweißausbrüchen leidet, sollte umgehend einen Arzt konsultieren. Dieser kann mit Hilfe einiger gezielter Fragen die Ursachen eingrenzen und gegebenenfalls weitere Tests anordnen.

Übrigens: Schweiß ist an sich geruchlos. Ursache des unangenehmen Schweißgeruchs sind Bakterien. Denn unser Schweiß besteht zu 99 % aus Wasser, zu 0,5 % aus Salzen und zu 0,5 % aus Harnstoff, Aminosäuren, Milchsäure, Eiweiß, Fett und Zucker. Erst wenn die Bakterien auf unserer Haut anfangen, diese Stoffe zu zersetzen, entsteht der penetrante Geruch.

Das hilft beim Schwitzen

Lauwarm trinken

Eisgekühlte Getränke haben meistens nur kurzzeitig einen erfrischenden, abkühlenden Effekt. Denn je stärker wir unseren Körper mit kalten Getränken herunterkühlen, desto mehr regen wir dadurch auch die Energieproduktion an, um den großen Temperaturunterschied wieder auszugleichen.

Daher empfiehlt es sich, im Sommer eher auf lauwarme Getränke zu setzen. Am besten eignen sich Wasser, Saftschorlen und Früchte- oder Kräutertees. Ein besonderer Tipp ist aromatisiertes Wasser. Ingwer, Gurke, Zitrone, Minze aber auch Beeren verwandeln Wasser in ein wahres Erfrischungswunder.

Leicht essen

Auch Essen hat Einfluss darauf, wie schnell wir ins Schwitzen kommen. Denn z. B. scharfe Gerichte senden über die Nerven im Mund einen Reiz ans Gehirn, der als „heiß” interpretiert wird und somit die Schweißbildung ankurbelt, um für Abkühlung zu sorgen.

Aber auch bei schwer verdaulicher Kost wie z. B. fettigen oder zuckerreichen Lebensmitteln muss unser Körper Schwerstarbeit leisten und treibt uns schnell Schweißperlen auf die Stirn. Setze daher gerade in der heißen Jahreszeit lieber auf leichte und bekömmliche Nahrungsmittel wie frisches Obst und Gemüse, fettarme Milchprodukte und mageres Fleisch oder mageren Fisch.

Richtig kleiden

Enganliegende, einengende Kleidung aus Polyester verhindert, dass deine Körperwärme nach außen gelangt und fördert unnötig die Schweißbildung. Hinzu kommt, dass besonders dunkle Kleidung die Sonnenstrahlen schneller aufnimmt, was dazu führt, dass man darunter schneller schwitzt.

Ist es draußen heiß, eignet sich daher helle Kleidung aus Leinen, Seide und Baumwolle viel besser. Weite Schnitte begünstigen zudem den Luftstrom, sodass schon eine leichte Brise für die nötige Abkühlung sorgen kann. Achte daher auf atmungsaktive Stoffe und luftdurchlässige Schnitte in hellen Farben.

Antitranspirant verwenden

Während Deodorant ausschließlich verhindert, dass sich die Bakterien, die für den Schweißgeruch verantwortlich sind, vermehren, hat Antitranspirant eine schweißhemmende Wirkung. Wer viel schwitzt sollte daher lieber auf ein Antitranspirant zurückgreifen.

Natürliche Hausmittel nutzen

Ob und inwieweit Kräutertees und -tinkturen wirklich wirksam sind, ist umstritten und bei jedem anders. Wichtig ist vor allem zu wissen, dass nur eine regelmäßige Anwendung natürlicher Mittel den gewünschten Effekt erzielt – wenn überhaupt.

Gegen vermehrtes Schwitzen haben sich vor allem die regelmäßige Einnahme von Salbei- oder Weizengrastee bewährt. Sie unterstützen die natürliche Temperaturregulierung des Körpers. Salbei wird zudem eine schweißhemmende Wirkung nachgesagt, während Weizengras eine entgiftende Wirkung zugeschrieben wird. Salbei eignet sich auch als Tinktur oder Badezusatz. Auch eine Tinktur aus Kamille soll vor allem bei schwitzigen Füßen und Händen helfen.

Gegen den unangenehmen Schweißgeruch haben sich Apfelessig, Zitrone und Tausendgüldenkraut vielversprechend gezeigt. Während Tausendgüldenkraut als Tee zubereitet wird, entfalten die Säuren, die in Apfelessig und Zitrone enthalten sind, ihre Wirkung vor allem als Tinktur.

Räume kühlen

Besonders an sehr heißen Tagen empfiehlt es sich, Fenster und Türen nicht ganztags offen zu halten, denn so gelangt auch die brütende Mittagshitze in die Innenräume. Und besonders in Wohnungen und Häusern, in denen Hitze sich schnell staut, ist es schwierig die Raumtemperatur dann wieder abzukühlen.

Daher ist es hilfreich, frühmorgens und spätabends die Fenster weit zu öffnen und wenn möglich einen Luftzug zu erzeugen. Tagsüber sollten die Fenster nach Möglichkeit geschlossen bleiben und die Zimmer abgedunkelt werden.

Handgelenke, Füße und Gesicht erfrischen

Für den schnellen Frischekick zwischendurch eignen sich vor allem kühlende Wassersprays, die auf Gesicht und Dekolleté aufgesprüht werden. Aber auch die Handgelenke unter fließendes kaltes Wasser zu halten, verhilft zu schneller Abkühlung. Auch ein erfrischendes Fußbad am Abend kann wahre Wunder bewirken und pflegt zudem noch die Haut, wenn es mit entsprechenden Ölen, Kräutern oder Seifen angereichert wird.

Letzte Aktualisierung:
21. Juli 2020