Sozial bleiben im Lockdown

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Letzte Aktualisierung: 17. Nov. 2020

5 Wege, diese schwierigen Zeiten gemeinsam zu meistern

Wir Menschen sind soziale Wesen und als solche aufeinander angewiesen. Im Lockdown wird unser Sozialverhalten jedoch auf eine harte Probe gestellt. Im März haben wir an dieser Stelle schon einmal Tipps gegeben, wie du mit der Isolation umgehen kannst. Nun wollen wir weitere Anregungen mit dir teilen, damit du auch den Jahresend-Lockdown gut überstehst.

1. Gezielt die Beziehung stärken

Leider hat die Corona-Krise schon so manche Liebesbeziehung auf dem Gewissen. Kann man wirklich aktiv etwas dafür tun, um sich in dieser Zeit nicht auf die Nerven zu gehen oder sich auseinander zu leben? Die Antwort lautet: ja! Offenheit und Empathie sind gute Eigenschaften zur Stärkung einer jeden Verbindung. Gift für die Beziehung sind hingegen Kritik, Rückzug oder eine permanente Abwehrhaltung.

Der amerikanische Psychologe John Gottman fand heraus, dass Partnerschaften besonders stabil sind, wenn das Verhältnis von positiven zu negativen Interaktionen mindestens 5:1 beträgt (= Gottman-Konstante). Eine positive Interaktion kann z. B. sein, dass du „Ich liebe dich“ zu deinem Partner sagst.

2. Familienzeit zu Hause nutzen

Gerade in der dunklen Jahreszeit locken die eigenen vier Wände mit viel Wärme und Gemütlichkeit. Es ist also vor allem eine Frage der Perspektive, ob wir die Zeit daheim verteufeln oder zu schätzen wissen. Und mal ehrlich: Es gibt jede Menge schöne Zu-Hause-Aktivitäten, die im hektischen Alltag oft zu kurz kommen. Dabei ist es so wichtig, sich Zeit zu nehmen für simple Tätigkeiten wie Kochen, Spielen oder einfach Nichtstun.

Du hast Kinder? Dann ist Horizontal Parenting vielleicht etwas für dich. In diesem neuen Erziehungstrend bleiben die Eltern (horizontal) auf der Couch liegen und bespaßen die Kids mit allem, wofür man nicht aufstehen muss. Ihr könnt z. B. zusammen alte Heimvideos schauen, Fotoalben durchblättern oder Spiele wie „Was liegt auf meinem Po?“ spielen. Quality Time ist es in jedem Fall.

3. Virtuelle Treffen auf ein neues Level heben

Videochats über WhatsApp, Skype oder Zoom sind inzwischen Standard. Auch, dass sich dabei größere Gruppen treffen können, wissen die meisten. Doch die digitale Welt hält noch viele weitere tolle Kontaktmöglichkeiten bereit. So ist z. B. das Singen in der Gruppe vielerorts verboten – in Karaoke-Apps wie beispielsweise Smule jedoch problemlos möglich.

Gemeinsam Filme und Serien schauen? Auch das geht im Lockdown: Mit dem Chrome-Add-on Teleparty kannst du zusammen mit Freunden Netflix schauen und dabei chatten. Einen hohen Spaßfaktor bietet auch die Handy-App Houseparty. Wie bei einer echten Party kannst du dich mit deinen Freunden in virtuellen Räumen treffen. Kleine Spiele ergänzen das Erlebnis.

4. Die Umgebung neu entdecken

Wandern macht gesund und glücklich – da erzählen wir dir sicher nichts Neues. Es muss aber gar nicht immer das ultimative Naturerlebnis in Wald und Feld sein. Dem Trendsport Urban Walking kann in praktisch jeder Stadt gefrönt werden. Im Internet oder über Reiseführer-Apps wie z. B. Lauschtour findest du zahlreiche interessante Spaziertouren durch alle größeren deutschen Städte.

Natürlich kann man auch in der Stadt ein wenig Natur erleben. Toll mit Kindern: Mit einer App wie z. B. PlantSnap Bäume, Sträucher und Pilze bestimmen oder mit der App BirdNET Vögel anhand ihres Gesangs erkennen. Warm angezogen und gut gelaunt schmeckt das Mittagessen auch unterwegs (ein Effekt, den man vom Weihnachtsmarkt kennt).

5. Anderen Menschen helfen

Einer Studie zufolge hat jeder 3. Deutsche ein Ehrenamt inne – kein Wunder, denn anderen Menschen zu helfen macht nachweislich glücklich. Im Internet gibt es viele Seiten, auf denen du je nach deinen Wünschen und Möglichkeiten passende Initiativen finden kannst. Dazu gehört z. B. die Seite zusammengegencorana.de, die vom Bundesministerium für Gesundheit betrieben wird.

Aber es geht auch noch einfacher: Einkaufen für den älteren Nachbarn, Alltagsmasken für Freunde nähen oder einfach das Gespräch suchen, per Anruf, per Chat oder ganz altmodisch per Brief. Solidarität kann auch schlicht Zuwendung bedeuten. Schon ein kurzer Austausch kann auf beiden Seiten Stress reduzieren.

Bleib gesund … und optimistisch

Einschränkungen sind Einstellungssache – es liegt an dir, aus dieser schwierigen Zeit das Beste zu machen. Auch jetzt gibt es jede Menge Lichtblicke, beispielsweise die zahlreichen Fortschritte bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen Covid-19. Bleib positiv, bleib mit deinen Lieben in (sicherer) Verbindung und vergiss nicht: Dein kluges Verhalten rettet Leben. Es lohnt sich also.

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Letzte Aktualisierung:
17. Nov. 2020

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