COVID-19

Selbstfürsorge bei Asthma

Selbstfürsorge bei Asthma Titelbild
Letzte Aktualisierung: 12:30 17. Apr. 2020

Zeig der Krankheit, wer den längeren Atem hat

Asthma ist eine Erkrankung, auf die du mit deinem Verhalten einen großen Einfluss hast. Wir sagen dir, was du tun kannst, um Symptomen vorzubeugen bzw. sie zu lindern. Außerdem erfährst du, wann du dich an einen Arzt wenden solltest.

Asthma und Coronavirus

Asthma kann sich verschlimmern, wenn zusätzlich eine Infektion mit dem Coronavirus hinzukommt. Gleichzeitig kann die Infektion selbst schwerer verlaufen und länger andauern, wenn Asthma vorliegt. Noch gibt es keinen Impfstoff gegen COVID-19. Umso wichtiger ist es, die Behandlung asthmatischer Beschwerden zu optimieren, natürlich zusätzlich zur Einhaltung allgemeiner Schutzmaßnahmen zur Verringerung der Ausbreitung des Coronavirus.

Bei COVID-19 werden vor allem die unteren Atemwege angegriffen, wo der wichtige Sauerstoffaustausch stattfindet. Eine optimierte Asthma-Behandlung kann das Risiko einer Verschlechterung des Krankheitsverlaufs durch eine schwere Lungenentzündung verringern. Wenn du außerdem Pollenallergiker bist, profitierst du gleich doppelt von den hier genannten Maßnahmen. Allerdings: Auch ein optimal kontrolliertes und behandeltes Asthma stellt keinen Schutz gegen eine Infektion mit dem Coronavirus dar.

Zentrale Empfehlungen für eine erfolgreiche Therapie

Diese 3 Dinge solltest du unbedingt tun:

1. Nimm regelmäßig deine Asthma-Medikamente ein.
Bei entzündungshemmenden Medikamenten, die über eine längere Zeit eingenommen werden müssen, werden viele Asthmatiker nach einer Weile nachlässig. Nutze eine übersichtliche Medikamentenbox oder lass dich von deinem Handy regelmäßig an die Einnahme erinnern.

2. Achte darauf, dass du stets alle notwendigen Medikamente im Haus hast.
Stell sicher, dass du sowohl die Medikamente für die tägliche Einnahme als auch die für eventuelle Notfälle immer zu Hause hast. Über KRY kannst du ganz einfach Folgerezepte für eine Verschreibung erhalten. Dein Asthma-Spray bzw. deinen Inhalator solltest du immer dabeihaben, wenn du aus dem Haus gehst.

3. Informiere dich über die Krankheit.
Sammle Informationen aus seriösen Quellen. Je mehr du weißt, umso besser wirst du mit der Krankheit umgehen können, z. B., indem du lernst, welche Fragen du bei Arztbesuchen stellen solltest. Eine erste Orientierung zur Krankheit gibt dir unser Überblicksartikel zum Thema Asthma.

Weitere Tipps für Asthma-Patienten

Die 3 zentralen Empfehlungen oben waren die Pflicht – jetzt kommt die Kür! Die nachstehenden Tipps fallen unter den Oberbegriff „Lifestyle“, können aber im besten Fall genauso hilfreich sein wie eine sorgfältige Einnahme aller Asthma-Medikamente. Wenn du es noch nicht getan hast, dann solltest du diese Dinge unbedingt ausprobieren und schauen, ob und wie sich deine Symptome verändern.

  • Mache Atemübungen. Auf diese Weise kannst du die Lungenaktivität stärken.
  • Bewege dich. Körperliche Aktivität verbessert die Durchblutung und die Atmung.
  • Werde Nichtraucher. Rauchen erschwert die Behandlung von Asthma; Medikamente wirken schlechter.
  • Meide deine Trigger. Z. B. Tierhaare, Vogelfedern oder Pollen können Atemprobleme verschlimmern.
  • Bleib entspannt. Die mentale Komponente kann bei Asthma-Anfällen eine große Rolle spielen.
  • Trinke genug. Flüssigkeit hilft bei der Schleimlösung, warme Getränke können Husten lindern.
  • Schlafe erhöht. Ein Kissen unter dem Rücken kann dir nachts das Atmen erleichtern.

Praktisches Hilfsmittel: Peak-Flow-Meter

Asthmatiker können ihre Lungenfunktion auch zu Hause messen und gegebenenfalls medikamentös reagieren oder ärztliche Hilfe suchen. Hierfür gibt es das Peak-Flow-Meter, ein kleines Gerät, das als Hilfsmittel vom Arzt verordnet werden kann. Man pustet mit aller Kraft hinein und das Peak-Flow-Meter misst die Strömungsgeschwindigkeit der ausgeatmeten Luft. Asthma-Patienten wird empfohlen, regelmäßig Messungen durchzuführen und die Werte zu dokumentieren.

Wann du Hilfe brauchst – und wo du sie findest

Wenn du als Asthmatiker Symptome hast, die auf COVID-19 hindeuten, kannst du als ersten Schritt den Symptom-Check in der KRY App nutzen. Hier erfährst du, ob du dich an einen Arzt wenden solltest. Aber auch unabhängig von einer möglichen Infektion kannst du dich bei KRY von einem Arzt zu deinem Asthma beraten lassen.

Suche vor allem dann Hilfe, wenn du Husten oder Fieber hast und die Symptome auch nach einer Woche nicht abklingen. Gleiches gilt bei Atembeschwerden oder wenn deine Symptome schlechter werden. Bei akuter Atemnot solltest du allerdings so schnell wie möglich Hilfe holen, also den Notarzt rufen!

Während der aktuellen Corona-Pandemie ist es natürlich ganz besonders sinnvoll, einen Arzt per Video zu sehen. Damit trägst du zur Entlastung des Gesundheitssystems in dieser angespannten Situation bei. Bei Asthma können dich die Ärzte bei KRY nicht nur beraten, sondern dir auch das passende Medikament verschreiben oder dich zu einem Lungenfacharzt überweisen.

Letzte Aktualisierung:
12:30 17. Apr. 2020