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7 fragen zur booster impfung

7 Fragen zur Booster-Impfung

Wem wird eine Booster-Impfung empfohlen?
Letzte Aktualisierung:
Mo., 29. Nov. 2021
Wer sollte eine Auffrischungsimpfung gegen Corona bekommen? Was sagen aktuelle Studien? Wie reagiert mein Körper auf die dritte Impfung? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

1. Wem wird eine Booster-Impfung empfohlen?

Die STIKO (Ständige Impfkommission) empfiehlt die Auffrischungsimpfung für alle ab 18 Jahren, deren zweite Covid-19-Impfung mindestens 6 Monate zurückliegt.

  • Dabei sollen diejenigen Personen zuerst ein Impfangebot bekommen, die
  • eine Immunschwäche haben,
  • 70 Jahre oder älter sind,
  • in Pflegeheimen wohnen,
  • in medizinischen und Pflegeeinrichtungen arbeiten oder
  • bisher noch nicht gegen Covid-19 geimpft sind.

Außerdem sollten alle, die mit Johnson & Johnson geimpft wurden, eine Booster-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff erhalten. Bei diesem Impfstoff wurden die meisten Impfdurchbrüche beobachtet.

Insbesondere bei älteren Menschen und Personen mit Vorerkrankungen kann der Impfschutz schnell nachlassen. Eine dritte Corona-Impfung regt die Immunantwort des Körpers wieder an und verbessert die Schutzwirkung.

Das Prinzip der Booster-Impfung gibt es schon lange. Auch bei anderen Krankheitserregern (zum Beispiel Tetanus oder Polio) sind regelmäßige Auffrischungsimpfungen nötig, um den Immunschutz aufrechtzuerhalten.

2. Warum sollte ich mich boostern lassen?

Der Impfschutz gegen Corona lässt mit der Zeit nach. Die Forschung zeigt: Je länger die Impfung (oder Genesung) zurückliegt, desto größer ist das Risiko, an Covid-19 zu erkranken.

Eine schwedische Studie (Preprint) hat die Daten von jeweils über 800.000 vollständig geimpften und ungeimpften Personen ausgewertet und ist zu dem Schluss gekommen, dass der Schutz vor einer schweren Covid-19-Erkrankung nach einigen Monaten stark nachlässt (von anfangs 89 Prozent auf 42 Prozent nach 6 Monaten). Das bedeutet auch, dass mit der Zeit die Gefahr von Impfdurchbrüchen steigt.

Laut einer Studie aus Israel, an der mehr als 700.000 Geimpfte teilnahmen, bietet eine Booster-Impfung einen guten Schutz vor einer Corona-Infektion und einem schweren Krankheitsverlauf.

Die Booster-Impfung schützt nicht nur dich vor einem schweren Krankheitsverlauf, sie verringert auch die Viruslast und die Infektiosität. Somit sinkt das Risiko, andere anzustecken, selbst wenn du das Coronavirus in dir trägst. Das gilt in besonderem Maße für vulnerable Personengruppen, die eine schwächere Immunreaktion und ein höheres Risiko für einen Krankenhausaufenthalt haben.

Warum sind Impfungen so wichtig für die Gesellschaft? Hier findest du weitere Infos.

3. Brauche ich den Booster, um weiter als vollständig geimpft zu gelten?

Bislang giltst du auch ohne Auffrischungsimpfung nach 6 Monaten als vollständig geimpft. Dein digitales Impfzertifikat (zum Beispiel zum Reisen) bleibt vorerst weiterhin gültig. Die EU-Kommission hat jedoch vorgeschlagen, die Gültigkeitsdauer des Zertifikats auf 9 Monate zu verkürzen – dies soll ab Januar 2022 gelten (Stand: 29.11.2021).

4. Welche Impfstoffe werden verwendet?

Für die Booster-Impfung kommen die mRNA-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna zum Einsatz. Auch, wenn du zuvor einen Vektorimpfstoff (AstraZeneca oder Janssen) erhalten hast, wird dir bei der dritten Impfung BioNTech/Pfizer oder Moderna angeboten.

Wenn möglich, soll der gleiche mRNA-Impfstoff wie bei den ersten beiden Impfungen verimpft werden. Falls du jedoch zum Beispiel mit BionTech/Pfizer geimpft wurdest und dieser Impfstoff zum Zeitpunkt der Auffrischungsimpfung nicht verfügbar ist, wird dir gegebenenfalls der Impfstoff von Moderna angeboten. Dieser wird von der STIKO für alle ab 30 empfohlen.

Hier findest du einen Überblick über die Wirkungsweise der mRNA-Impfstoffe.

5. Kann die Booster-Impfung Nebenwirkungen haben?

Bei einer Booster-Impfung sind ähnliche Reaktionen möglich wie nach der ersten und/oder zweiten Dosis. In den USA wurden bereits viele Menschen zum dritten Mal geimpft. Laut der US-Gesundheitsbehörde FDA zählen zu den häufigsten Impfreaktionen:

Diese Beschwerden dauern in der Regel nur 1 bis 2 Tage an, gehören zur normalen Immunantwort des Körpers und sind daher harmlos. Mehr über mögliche Impfreaktionen nach einer Corona-Impfung kannst du hier nachlesen.

Von Nebenwirkungen einer Impfung spricht man, wenn Beschwerden ab 4 bis 16 Tagen nach der Impfung auftreten. Falls Nebenwirkungen bei dir auftreten, solltest du dir ärztliche Hilfe holen und diese über ein Formular offiziell melden.

6. Wo kann ich mich zum dritten Mal impfen lassen?

Deine dritte Corona-Impfung bekommst du bei deiner Hausärztin, dem Betriebsarzt oder in einer Facharztpraxis. Aber auch durch mobile Impfteams oder in Impfzentren kannst du dir den Booster abholen. Da die Nachfrage nach Booster-Impfungen bereits groß ist, lohnt es sich, frühzeitig einen Termin in der Arztpraxis oder im Impfzentrum zu vereinbaren.

7. Wo bekomme ich weitere Informationen?

Aktuelle und zuverlässige Informationen zur Booster-Impfung gegen Corona findest du auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums sowie auf der FAQ-Seite des Robert Koch-Instituts.

Darüber hinaus kannst du unsere Impfberatung per Video nutzen, um direkt mit einer Ärztin oder einem Arzt zu sprechen und dich individuell beraten zu lassen. Kläre all deine Fragen zur Auffrischungsimpfung bequem von zu Hause aus.

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