Coronavirus

Letzte Aktualisierung: 05.11.2020



Das Coronavirus (SARS-CoV-2) ruft vorrangig Erkrankungen der Atemwege hervor. Man geht davon aus, dass die ersten Covid-19-Patienten sich auf einem Markt in Wuhan (China) angesteckt haben. Seit Januar 2020 breitet sich die Krankheit auf der ganzen Welt aus.

Im Dezember 2019 traten in Wuhan (China) akute Atemwegserkrankungen auf, die durch ein neuartiges Coronavirus (SARS-CoV-2) verursacht wurden. Die durch SARS-CoV-2 ausgelöste Erkrankung wird gemäß WHO als Covid-19 („coronavirus disease 2019“) bezeichnet. Seit Januar 2020 breitet sich die Erkrankung weltweit aus.

Coronaviren sind eine Virusfamilie, die vor allem bei Säugetieren und Vögeln Erkrankungen auslösen kann. Allerdings können diese Erkrankungen auch auf den Menschen übertragen werden. Coronaviren kommen weltweit vor.

Wie alle Coronaviren wird SARS-CoV-2 vor allem durch Tröpfcheninfektion übertragen. Die Übertragung erfolgt über die Atemwege, wenn wir virenbelastete Partikel einatmen. Beim Sprechen, Atmen, Niesen und Husten geben wir Tröpfchen und Aerosole ab. Die feinen Aerosole bleiben am längsten in der Luft und können sich besonders in geschlossenen Räumen besonders gut verteilen.

Das Ansteckungsrisiko durch Tröpfcheninfektion ist am höchsten:

  • beim Singen oder Schreien (weil dabei mehr Aerosole ausgestoßen werden)
  • bei einem längeren Aufenthalt in kleinen oder schlecht belüfteten Räumen
  • bei räumlicher Nähe zu einer infizierten Person (unter 1 bis 2 Meter) – auch im Freien
  • bei schwerer körperlicher Arbeit in schlecht belüfteten Räumen

Auch eine Schmierinfektion (Kontaktübertragung) über kontaminierte Gegenstände oder Oberflächen ist möglich.

Die Inkubationszeit, also die Zeitspanne zwischen Ansteckung mit dem Coronavirus und Auftreten der ersten Covid-19-Symptome, kann zwischen 5 und 14 Tagen liegen.

Infektionen können von Personen übertragen werden, die Symptome zeigen. Aber auch Infizierte mit einem asymptomatischen (symptomfreien) Verlauf der Krankheit können andere anstecken. Dasselbe gilt für Infizierte, die noch die Inkubationszeit durchlaufen und bei denen die Krankheit noch nicht ausgebrochen ist.

Eine Infektion mit dem Coronavirus kann sich anhand vielfältiger, jedoch unspezifischer Symptome zeigen. Sie kann aber auch symptomfrei verlaufen. Das sicherste Diagnose-Instrument, um eine Infektion zu erkennen, ist daher ein virologischer Test.

Bei Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion wird in der Teststelle oder beim Arzt in der Regel ein Nasen-Rachen-Abstrich (Nasopharynx-Abstrich) und/oder ein Rachenabstrich (Oropharynx) gemacht. Da sich die Viren im Falle einer Infektion im Rachen- und Nasenraum vermehren, wird das Sekret von dort entnommen. Bei schwereren Verläufen nimmt man auch Sekret aus den tieferen Atemwegen.

Die Materialproben werden nach Entnahme schnellstmöglich im Labor untersucht. Das Standardverfahren ist der PCR-Test. Bei einer PCR (Polymerase-Kettenreaktion) wir das Erbmaterial der Coronaviren stark vervielfältigt. Dadurch können auch kleinste Mengen in der Abstrichprobe nachgewiesen werden. Der PCR-Test dauert etwa 4 bis 5 Stunden, hinzu kommen der Transport zum Labor und gegebenenfalls ein hohes Probenaufkommen – so verlängert sich die Wartezeit auf ein Testergebnis manchmal auf mehrere Tage.

Zu den häufigsten Covid-19-Symptomen zählen:

  • Husten
  • Fieber
  • Schnupfen
  • gestörter Geschmacks- und/oder Geruchssinn
  • Pneumonie (Lungenentzündung)

Weitere Symptome können u.a. sein:

  • Atemnot
  • Halsschmerzen
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall

Eine Infektion mit dem Coronavirus löst häufig Atemwegsinfekte aus. In der zweiten Krankheitswoche kann eine Lungenentzündung auftreten, die sich in besonders schweren Fällen zu einem ARDS (Acute Respiratory Distress Syndrome) entwickeln kann. Patienten mit einem ARDS müssen in der Regel künstlich beatmet werden.

Darüber hinaus können neurologische Symptome wie Kopfschmerzen und Schwindel auftreten. Auch Magen-Darm-Beschwerden und Leberbeschwerden sowie Herz-Kreislauf-Beschwerden sind im Verlauf einer Covid-19-Erkrankung möglich.

Neben staatlich verordneten Kontaktbeschränkungen und Lockdowns kann jeder etwas tun, um sich und andere vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 zu schützen und die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Als Schutzmaßnahmen wird aktuell die AHA+L-Formel empfohlen:

  • Abstand halten: Halte im Freien und in geschlossenen Räumen mindestens 1,5 m Abstand zu anderen.
  • Hygiene beachten: Wasche deine Hände regelmäßig für mindestens 20 Sekunden. Wenn du husten oder niesen musst, dann in ein Taschentuch oder in deine Armbeuge.
  • Alltagsmaske tragen: Nicht nur in Supermarkt, Bus und Bahn – überall, wo es eng wird, solltest du eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.
  • Räume lüften: Hältst du dich mit anderen in geschlossenen Räumen auf? Dann solltest du regelmäßig für einige Minuten lüften.

Das Bundesgesundheitsministerium empfiehlt außerdem allen, die Corona-Warn-App zu nutzen, damit die Gesundheitsämter schneller Infektionsketten nachvollziehen und Kontaktpersonen informieren können.

Auf den Seiten des Robert Koch Institutes und des Bundesgesundheitsministeriums findest du zuverlässige und aktuelle Informationen zur derzeitigen Lage.

Aktuelle Fallzahlen und Informationen zu Risikogebieten gibt es unter www.rki.de/covid-19-risikogebiete und www.rki.de/covid-19-fallzahlen. Alle Daten werden ständig aktualisiert.

Personen ohne Vorerkrankungen und mit keinen bis leichten Symptomen sollten sich zuhause isolieren. Schwerere Fälle werden isoliert im Krankenhaus behandelt. Dazu gehören je nach Bedarf die Behandlung von Grunderkrankungen, die Sauerstoffgabe oder die Verabreichung von Antibiotika bei zusätzlichen bakteriellen Infektionen.

Für die Behandlung von Patienten mit einem schweren Covid-19-verlauf wurde das Medikament Remsdesivir bedingt von der Europäischen Kommission zugelassen. Bei einer bestimmten Gruppe von Patienten zeigt es Wirkung.

Weitere spezifische Therapieansätze werden aktuell noch erforscht.

Hast du Beschwerden wie Fieber, Husten, Geruchs- oder Geschmacksverlust? Falls du eine Infektion mit dem Coronavirus vermutest, kannst du als erste Orientierung unseren Covid-19-Symptomcheck nutzen. Oder du holst dir direkt ärztliche Hilfe per Video-Sprechstunde – ganz ohne Ansteckungsgefahr. Unsere Ärztinnen und Ärzte können dir helfen, die Symptome einzugrenzen.

Außerdem werden sie mit dir die weiteren Schritte besprechen: Du erfährst, ob du dich auf das Coronavirus testen lassen solltest und an welche medizinische Einrichtung du dich dazu wenden kannst. Bei schwerwiegenden Symptomen wie Atemnot melde dich sofort in der Notaufnahme oder bei einer Rettungsstelle.

  • https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronatest.html, , letzter Zugriff: 4.11.2020
  • https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/alltag-in-zeiten-von-corona/corona-warn-app-nutzen.html, letzter Zugriff: 4.11.2020
  • https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/alltag-in-zeiten-von-corona.html, letzter Zugriff: 4.11.2020
  • https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html, letzter Zugriff: 4.11.2020
  • https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Vorl_Testung_nCoV.html, letzter Zugriff: 4.11.2020
  • https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/gesamt.html, letzter Zugriff: 4.11.2020
Letzte Aktualisierung:
5. Nov. 2020