Wichtige Information: ab 1. Dezember 2022 stellen wir unseren Service in Deutschland ein. Ab diesem Zeitpunkt werden alle Konten schließen und ein Zugriff wird nicht mehr möglich sein. Hier mehr erfahren.

STIs: Was sind die Symptome und wie werden sie behandelt?

Als STI oder sexuell übertragbare Infektionen werden Infektionen bezeichnet, die meist bei ungeschütztem Sex übertragen werden. Manche STIs lassen sich inzwischen sehr gut mit Antibiotika behandeln, andere können aber weiterhin sehr ernste Folgen haben. Die Ärzte von Kry bieten dir eine aktuelle Übersicht über diese sexuell übertragbaren Infektionen und ihre Symptome, darüber, wie du dich vor ihnen schützt und wie du sie erkennst, und welche Behandlung bei einer Infektion infrage kommt.

Was ist eine STI?

Was ist der Unterschied zwischen STDs und STIs?

Sexuell übertragbare Erkrankung (STD) oder sexuell übertragbare Infektion (STI)?

Wir sprechen heute eher von sexuell übertragbaren Infektionen als von sexuell übertragbaren Erkrankungen.

Eine Infektion bedeutet, dass du Mikroben in dir trägst, diese aber nicht unbedingt zu einer Krankheit führen. Jemand kann also Träger und Überträger einer Infektion sein, ohne Symptome zu zeigen.

Zahlen und Fakten

Laut der Weltgesundheitsorganisation stecken sich täglich mehr als 1 Million Menschen mit einer sexuell übertragbaren Infektion an. Schätzungen zufolge infizieren sich jährlich 357 Millionen Menschen mit einer dieser vier STIs: Chlamydien, Tripper (Gonorrhö), Syphilis oder Trichomoniasis.

In manchen Fällen können sich STIs über die unmittelbaren Folgen hinaus schwerwiegend auf die Gesundheit und Fortpflanzung auswirken. Beispielsweise durch Unfruchtbarkeit oder den Übergang von Infektionen von der Mutter auf das Kind.

2016 starb weltweit 1 Million Menschen an AIDS.

Zwischen 2012 und 2016 verdreifachte sich die Zahl der STI-Fälle in Frankreich.

Was ist eine STI?

Insgesamt gibt es etwa 30 STIs. Acht davon werden als häufig angesehen.

Vier davon sind Infektionen mit Bakterien oder Parasiten und können bei frühzeitiger Diagnose leicht geheilt werden. Dabei handelt es sich um:

  • Chlamydien

  • Syphilis

  • Trichomoniasis

  • Gonorrhoe (Tripper).

Vier der häufigsten Infektionen sind viral, namentlich:

Diese Infektionen sind schwieriger oder gar nicht zu heilen und können sich schwerwiegend auf das Leben der Betroffenen auswirken. Sie müssen ein Leben lang behandelt werden, um ihre Folgen abzuschwächen.

Was sind die Hauptursachen für STIs?

Sexueller Kontakt

Es gibt etwa 30 Bakterien, Viren und Parasiten, die sexuell übertragen werden.

STIs werden hauptsächlich durch Kontakt zwischen Haut und Schleimhaut beim Sex verursacht, oder vaginalem, analem oder oralem Kontakt.

Daher ist es wichtig, bei penetrativem Sex Kondome zu verwenden. Es ist aber auch möglich, sich beim Oralsex mit einer STI anzustecken, nicht nur bei vaginaler oder analer Penetration.

Übertragung über das Blut

STIs können sich auch auf anderen Wegen verbreiten, beispielsweise durch Bluttransfusionen oder gemeinsam verwendete Nadeln bei intravenösem Drogenkonsum.

Übergang von der Mutter auf das Kind

Viele STIs, darunter Chlamydien, Gonorrhoe (Tripper), primäre Hepatitis B, HIV und Syphilis, können während der Schwangerschaft und bei der Entbindung von der Mutter auf das Kind übergehen.

Welche Symptome haben STIs?

Die Hauptsymptome von STIs sind:

  • Fieber

  • Schmerzen im Unterbauch

  • Juckreiz und anormaler Ausfluss aus den Genitalien

  • gerötete Genitalien

  • Hautausschlag

  • brennendes Gefühl beim Wasserlassen.

Allerdings sind Infektionen häufig asymptomatisch. Das bedeutet, dass du infiziert sein kannst, ohne sichtbare Zeichen zu haben. Eine STI kann daher unbemerkt bleiben. Daher ist es wichtig, mit einem Test herauszufinden, ob man sich infiziert hat, und bei Bedarf eine geeignete Behandlung einzuhalten.

Woran erkenne ich, ob ich eine STI habe?

Du kannst eine STI haben, ohne es zu merken. Symptome sind nicht immer sichtbar.

Um herauszufinden, ob du eine STI trägst, sind Screening-Tests enorm wichtig.

Wenn du deinen Status kennst, kannst du schnell und wirksam behandelt werden und vermeidest, das Virus an andere Menschen weiterzugeben.

Wie läuft ein Screening-Test auf STIs ab?

Deine Hausärztin oder dein Hausarzt kann dir einen Screening-Test auf STIs verschreiben. Deine Krankenkasse übernimmt die Kosten, wenn du Symptome hast oder bei deinem Sexualpartner eine Erkrankung oder Infektion festgestellt wurde.

Je nach Infektion kann die Diagnose mit unterschiedlichen Untersuchungen gestellt werden. Dazu zählen:

  • Urinanalyse

  • Untersuchung des Ausflusses

  • Probenahme im Mund

  • Bluttest

  • Vaginalabstrich bei Frauen

  • Probenahme am After

  • Probenahme aus der Harnröhre bei Männern.

Wie kann man STIs behandeln?

Einige dieser Infektionen sind heilbar. Beispielsweise Syphilis, Chlamydien oder Filzläuse.

STIs wie Chlamydien, Gonorrhoe (Tripper) oder Syphilis werden mit Antibiotika behandelt. Weil du die Behandlung nur auf Rezept bekommst, musst du zum Arzt.

Andere STIs wie Genitalherpes oder HIV können nicht geheilt werden und bleiben ein Leben lang im Körper. Aber es gibt Behandlungen, mit denen die Symptome verringert oder verändert werden können. Bei HIV zum Beispiel die Dreifachtherapie.

Wie kann ich STIs vermeiden?

Du kannst die Übertragung von STIs leicht vermeiden und stoppen:

Um dich und andere zu schützen, solltest du beim Sex immer ein Kondom benutzen, insbesondere bei Partnern oder Partnerinnen, deren HIV- und sonstigen STI-Status du nicht kennst.

Lass dich regelmäßig auf STIs wie HIV testen, wenn du mehrere Partner oder Partnerinnen hast, und jedes Mal, wenn du in einer neuen Beziehung auf ein Kondom verzichten möchtest.

Wende die Behandlungen an, die dir verschrieben werden, bis das Arzneimittel aufgebraucht ist. Gegen manche STIs kannst du dich impfen lassen (Hepatitis B, Papillomvirus). Wende dich an einen Arzt.

Sag auch deinen Partnern oder Partnerinnen Bescheid, damit sie sich bei Bedarf auch testen und behandeln lassen können.

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Wenn du dir nicht sicher bist und ungeschützten Sex hattest, solltest du zum Arzt gehen, weil STIs sehr leicht nachgewiesen werden können und es nicht immer sichtbare Zeichen gibt. Wenn der Arzt dir einen Test verordnet, übernimmt die Krankenkasse die Kosten beim Facharzt. Gehst du ohne Umwege in ein Labor um dich testen zu lassen, musst du die Kosten in der Regel selber tragen.

Wenn du eine STI hast, sprich mit Menschen, mit denen du dich wohl fühlst, damit du alle Fragen stellen kannst, die du hast: Wo habe ich mich angesteckt? Wie werde ich behandelt? Wie kann ich vermeiden, meinen Partner oder meine Partnerin anzustecken?

Wie können Kry Ärzte helfen?

Unsere Kry Ärzte können deine Situation bezüglich einer möglichen STI beurteilen.

Sie können einen Test verordnen. Nur so kann überprüft werden, ob du infiziert bist. Mithilfe einer Überweisung zum Gynäkologen, Urologen oder Dermatologen kann dann ein Abstrich, eine Beratung oder ggf. Therapie erfolgen.

In bestimmten Situationen können sie eine Behandlung verschreiben und/oder dich an eine Fachärztin oder einen Facharzt überweisen.

Letzte Aktualisierung: