COVID-19

Anderen helfen während der Corona-Krise

pass-auf-deine-lieben-auf-titelbild
Letzte Aktualisierung: 16:30 1. Apr. 2020

7 Wege deine Lieben im Alltag zu unterstützen

Je älter jemand ist, umso höher ist das Risiko, dass eine Infektion mit dem Coronavirus einen schweren Verlauf nimmt. In Deutschland sind fast 20 Millionen Menschen älter als 65 Jahre, gut 2 Millionen sogar älter als 85 Jahre. Sie brauchen jetzt unseren besonderen Schutz, und viele von ihnen auch unsere direkte Hilfe.

Viele Menschen machen sich im Moment große Sorgen um ihre Eltern oder Großeltern. Ältere und vor allem chronisch kranke Menschen sind durch das Coronavirus besonders gefährdet. Sie sollten daher Menschenmengen meiden und nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Auch Besuche durch Freunde oder Verwandte können einen Übertragungsweg und damit eine Gefahr darstellen. Zum Glück gibt es andere Wege, liebe Menschen in dieser Zeit zu unterstützen.

So geht Solidarität

Es gibt eine Menge, was du tun kannst, um älteren bzw. gesundheitlich vorbelasteten Menschen jetzt zu helfen. Wichtig ist, dass du dabei die von Bund und Ländern herausgegebenen Leitlinien zur Beschränkung sozialer Kontakte beachtest.

Halte engen Kontakt.

Besuchsverbot heißt nicht Kontaktverbot. Du kannst deine Lieben anrufen oder ihnen ganz altmodisch einen Brief schreiben. Auf diese Weise vermittelst du emotionale Unterstützung und sendest die Botschaft „Du bist nicht allein.“

Leiste praktische Hilfe.

Biete älteren Verwandten oder Nachbarn an, für sie Lebensmitteleinkäufe oder Apothekengänge zu erledigen. Die Taschen solltest du vor der Tür abstellen. Dein Angebot kannst du z. B. per Aushang neben den Briefkästen bekannt geben.

Stelle Online-Lösungen vor.

Eine Bestellung im Internet kann den Weg in den Supermarkt ersetzen – nur wissen das viele ältere Menschen leider nicht! Hier kannst du Aufklärungsarbeit leisten. Auch andere Online-Angebote wie beispielsweise virtuelle Lesungen oder Museumsrundgänge haben unter Älteren viele Fans.

Unternimm Spaziergänge.

Mit älteren Menschen, die in deinem Haushalt leben, solltest du regelmäßig spazieren gehen. Das muss nicht lange sein – schon eine Viertelstunde kann einen belebenden Effekt haben. Die frische Luft, die Bewegung, aber auch das gemeinsame Erlebnis nähren Körper und Seele.

Halte Abstand.

Natürlich gilt immer: Halte dich an den vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,5 Metern zu allen Menschen, die nicht in deinem Haushalt leben. Auch auf diese Weise kannst du vielen älteren Menschen helfen. Warum das so ist, kannst du hier im Detail nachlesen.

Beharre auf Hygiene.

Gerade jetzt ist eine gute Hygiene entscheidend. Erinnere ruhig alle um dich herum immer mal wieder daran, sich die Hände zu waschen und in die Armbeuge zu niesen. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Hygieneregeln findest du in unserem Artikel Die Ausbreitung der Ansteckung verringern.

Sprich über etwas anderes.

Auch in Zeiten der Krise sollte sich nicht jedes Gespräch um das Virus und die damit einhergehenden Gefahren drehen. Lenke die Unterhaltung lieber auf schöne Themen, die Ältere interessieren, etwa frühere Zeiten oder deine Pläne für die Zukunft.

Denk auch an dich selbst

Jemanden im Alltag zu unterstützen, kann sowohl körperlich als auch mental sehr anstrengend sein. Deshalb ist es wichtig, dass du dich nicht nur um andere, sondern auch um dich selbst kümmerst. Ernähre dich gesund, halte dein Immunsystem fit und nutze effektive Strategien zur Stressbewältigung. So kannst du deinen Lieben auch langfristig eine tolle Stütze sein.

Letzte Aktualisierung:
16:30 1. Apr. 2020