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Sepsis – Blutvergiftung

Eine Sepsis oder Blutvergiftung ist eine potenziell lebensbedrohliche Immunreaktion des Körpers in Zusammenhang mit einer Infektion. Wenn Bakterien oder andere Krankheitserreger ins Blut gelangen, kann es unter Umständen zu einer Blutvergiftung kommen und die Funktion von Herz, Lungen, Gehirn und Nieren können gestört werden. Viele Erkrankte sind auch verwirrt und manchmal nicht ansprechbar. Eine schnelle Behandlung ist entscheidend – oft auf der Intensivstation.

Wenn du oder eine Person in deinem Umfeld Symptome einer Sepsis aufweist, musst du den Notarzt rufen. Rufe 112 an und warte auf den Krankenwagen.

Sepsis: Wer ist betroffen?

Die meisten Menschen bekommen hin und wieder Infektionen im Körper. Diese sind inder Regel auf einen bestimmten Bereich begrenzt und können fast immer behandelt werden, wenn sie nicht sogar von allein verschwinden. In außergewöhnlichen Fällen kann sich eine bakterielle Infektion zu einer Sepsis entwickeln. Ältere Menschen und Personen mit ernsten Erkrankungen oder einer abgeschwächten Immunabwehr sind häufiger davon betroffen als andere Menschen.

Die Sterblichkeit bei einer Sepsis ist relativ hoch – mindestens 1 von 10 Erkrankten stirbt, häufig aufgrund von Organversagen, das nicht rechtzeitig behandelt werden konnte. Hingegen kommt es kaum vor, dass Kinder und gesunde Personen unter 50 schwer erkranken.

Symptome bei einer Sepsis

Eine Sepsis beeinflusst den Allgemeinzustand des gesamten Körpers. Bei Anzeichen einer Blutvergiftung fühlst du dich schnell sehr krank. Das Herz schlägt stärker, du bekommst Fieber, Schüttelfrost und Atemnot. Manche Personen, die an einer Sepsis erkranken, haben eine normale oder ungewöhnlich niedrige Körpertemperatur.

Viele bekommen außerdem starke Schmerzen im Bauch und in anderen Teilen des Körpers. Es kann schwierig sein, die betroffene Person anzusprechen. Das Bewusstsein kann beeinträchtigt sein oder es tritt Bewusstlosigkeit auf.

Übliche Symptome einer Blutvergiftung:

Je mehr Symptome zutreffen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine Sepsis handelt. Bei einem septischen Schock hat sich der Zustand weiter verschlechtert und die Probleme mit dem Blutkreislauf zeigen sich dann in Form von blasser, verschwitzter Haut mit kalten Händen und Füßen (geringe Sauerstoffsättigung im Blut).

Eine Sepsis und ein septischer Schock sind lebensbedrohende Zustände, die eine notfallmedizinische Behandlung erfordern.

Sepsis bei Kindern

Kinder werden selten von einer Sepsis betroffen – und besonders selten, wenn sie nach dem allgemeinen Impfprogramm geimpft sind. Wenn Kinder dennoch eine Sepsis bekommen, handelt es sich häufig um Neu- oder Frühgeborene. Die Symptome sind dieselben wie bei Erwachsenen, doch du solltest auch besonders auf kleine Hautblutungen achten (blaurote Flecken in der Haut, die bei Druck nicht blasser werden). Manchmal tritt eine Sepsis in Verbindung mit einer Hirnhautentzündung auf – dann sind auch Kopfschmerzen und ein steifer Nacken ernstzunehmende Symptome.

Ursachen für eine Sepsis

Eine Sepsis tritt in Zusammenhang mit einer Infektion auf, die sich irgendwo im Körper befindet. Dann breiten sich die Bakterien weiter ins Blut aus. Das erzeugt eine Reaktion, die dafür sorgt, dass Flüssigkeit aus den Blutgefäßen austritt, der Blutdruck sinkt und die Organe des Körpers zu wenig Sauerstoff bekommen, was zu Organversagen führt.

Eine Lungenentzündung ist die häufigste Ursache für eine Sepsis. Normale Harnwegsinfektionen, die nicht rechtzeitig oder auf richtige Weise behandelt werden, die so genannte Urosepsis, können ebenfalls zu einer Sepsis führen. Manchmal können Infektionen im Bauch und Wundinfektionen hinter einer Blutvergiftung stecken.

Es kann sich auch um gegen Antibiotika resistente Bakterien bzw. multiresistente Keime handeln, die zum Beispiel in Verbindung mit einem Krankenhausaufenthalt auftreten. Eine Blutvergiftung kann auch von Bakterien verursacht werden, die zum Beispiel über Wunden, Katheter oder Prothesen in den Körper gelangen.

Das Risiko, an einer Sepsis zu erkranken, ist für ältere Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen oder einer herabgesetzten Immunabwehr größer. Eine langanhaltende Kortisonbehandlung und immununterdrückende Medikamente sind weitere Risikofaktoren, weil sie auch die Immunabwehr schwächen.

Behandlung von Sepsis

Bei Verdacht auf eine Sepsis wird eine notfallmedizinische Untersuchung durchgeführt, bei der Proben unter anderem vom Blut genommen werden. Manchmal wird auch eine Röntgenuntersuchung durchgeführt. Die Behandlung wird sehr schnell eingeleitet. Dabei werden unter anderem Flüssigkeit und Antibiotika direkt in eine Vene (intravenös) geleitet. Viele Patienten brauchen auch Unterstützung bei Atmung, Blutdruck, Blutkreislauf und der Nierenfunktion. In den meisten Fällen ist in den ersten Tagen ein Aufenthalt auf der Intensivstation nötig.

Wann du ärztliche Hilfe suchen solltest

Ruf immer den Notarzt, wenn du oder eine Person in deiner Umgebung Symptome einer Sepsis zeigt – wähle die 112 und warte auf den Krankenwagen.

So kann dir Kry helfen

Bei Verdacht auf eine Sepsis suche immer zuerst die Notaufnahme auf.

Kry kann dir mit einer ärztlichen Beratung helfen und einer ersten Einschätzung deiner Symptome helfen. Eine Sepsis ist jedoch ein Notfall und muss zeitnah im Krankenhaus behandelt werden.

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