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Schüttelfrost

Schüttelfrost

Schüttelfrost tritt in den meisten Fällen im Rahmen einer Infektionskrankheit auf. Während der Phase des Fieberanstiegs kommt es zu unwillkürlichem Muskelzittern sowie zu einem starken Kälteempfinden. Schüttelfrost kann jedoch auch ohne Fieber auftreten beispielsweise als Folge eines Hitzschlags oder Sonnenstichs. Die Therapie von Schüttelfrost richtet sich nach der Krankheitsursache und kann individuell unterschiedlich sein.

Definition von Schüttelfrost

Schüttelfrost wird in der Fachsprache als Febris undularis bezeichnet und beschreibt ein unkontrollierbares Zittern des Körpers bei Kälteempfinden. Die unwillkürlichen Muskelzuckungen sind eine Schutzfunktion des Organismus zur Steigerung der Körpertemperatur.

Ursachen von Schüttelfrost

Schüttelfrost sowie Fieber treten in den meisten Fällen im Zuge einer bakteriellen oder viralen Infektionskrankheit auf.

Im Zuge der Krankheitsabwehr werden sogenannte Pyrogene ausgeschüttet, die in der Folge zu einem Fieberanstieg führen. Der Temperaturanstieg über die normale Körpertemperatur von 37,5 °Celsius wird durch das Wärmeregulationszentrum im Gehirn herbeigeführt. Zum einen kommt es zu einer verminderten Durchblutung der Haut, infolgedessen weniger Wärme über die Körperoberfläche abgegeben werden kann. Zum anderen versucht der Körper durch die Muskelbewegungen bei Schüttelfrost mehr Wärme zu erzeugen.

Folgende Erkrankungen können mit dem Symptom Schüttelfrost auftreten:

  • Grippe: Typische Symptome der Influenza Grippe sind ein sehr plötzlicher Krankheitsbeginn mit Schüttelfrost ùnd schwerem Krankheitsgefühl, Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen.
  • Erkältung: Im Schnitt erkrankt jeder Erwachsene drei Mal pro Jahr an einer Erkältung. Obwohl die Beschwerden meist milder als bei der Grippe sind, kann es durchaus zu Fieber und Schüttelfrost kommen.
  • Lungenentzündung (Pneumonie): Im Rahmen einer Lungenentzündung können neben Schüttelfrost und Fieber auch Brustschmerzen und Husten mit Auswurf auftreten.
  • Scharlach: Die häufig bei Kindern auftretende Erkrankung zeigt sich typischerweise mit Halsschmerzen sowie einem markanten Hautausschlag.
  • Wundrose (Erysipel): Eine durch Bakterien verursachte lokale, meist schmerzhafte Entzündung der Haut kann mitunter zu Schüttelfrost und Fieber führen.
  • Blutvergiftung (Sepsis): Breitet sich eine lokale Entzündung über die Blutbahn aus, kann es zu Schüttelfrost und einem Fieberanstieg kommen. Hier liegt oft ein gefährlicher Verlauf vor.
  • Unterkühlung: Bei einer Unterkühlung versucht der Körper sich mittels Schüttelfrost wieder aufzuwärmen. Weitere Symptome sind kalte, bläuliche Gliedmaßen.
  • Absetzen von Medikamenten oder Drogen: Schüttelfrost kann sich außerdem als Entzugserscheinung nach Absetzen bestimmter Substanzen äußern.
  • Nierenbeckenentzündung: Bei einer Entzündung der Nierenbecken treten neben Fieber und Schüttelfrost häufig Flankenschmerzen sowie Schmerzen beim Wasserlassen auf.
  • Wundstarrkrampf (Tetanus): Der durch Bakterien ausgelöste Wundstarrkrampf ist eine selten gewordene Erkrankung seit Einführung der Schutzimpfung. Typische Symptome von Tetanus sind grippeähnliche Symptome sowie Muskelkrämpfe.
  • Tropenkrankheiten: Nach einem Urlaub im Ausland kann es zu verschiedenen Tropenkrankheiten wie beispielsweise Malaria oder Gelbfieber kommen.
  • Sonnenstich/Hitzschlag: Ein langer Tag in der Sonne führt zu den typischen Symptomen Schüttelfrost, Übelkeit und Erbrechen sowie Schwindel und Unwohlsein.
  • Pilzvergiftung: Eine Pilzvergiftung kann sich durch ganz verschiedene Symptome äußern. Je nach Pilzart und Konsummenge können Übelkeit, Erbrechen sowie Muskelkrämpfe hinzu kommen.
  • Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose): Patienten mit einer Schilddrüsenfunktion können unter anderem an Herzrasen, Unruhe, Schüttelfrost und Durchfall leiden.
  • Akutes Glaukom: Kommt es zu einem Anstieg des Augeninnendrucks, kann dies zu Kopfschmerzen, Sehverlust, Übelkeit und Erbrechen sowie einer Verhärtung des Augapfels führen.
  • Brustdrüsenentzündung (Mastitis): Eine Entzündung der Brustdrüse bei stillenden Mütter kann sich mit Schüttelfrost bemerkbar machen. Zusätzlich tritt eine schmerzempfindliche sowie gerötete Brust auf.

Symptome bei Schüttelfrost

Das unwillkürliche Muskelzittern bei Schüttelfrost lässt sich kaum unterdrücken und dauert meist einige Minuten an. In der Regel endet der Schüttelfrost nach wenigen Minuten bis Stunden. In der Hauptsache sind Rücken-, Oberschenkel und Kiefermuskeln von den Zuckungen betroffen. Zusätzlich berichten Patienten über ein zunehmendes Kältegefühl bei normaler Zimmertemperatur.

Diagnosestellung bei Schüttelfrost

Der behandelnde Arzt/die behandelnde Ärztin wird während des Anamnesegespräches Beginn, Verlauf und Ausprägung deiner Beschwerden abfragen. Er wird nach deiner gesundheitlichen Vorgeschichte jüngsten Reiseunternehmungen fragen.

Eine körperliche Untersuchung sollte Anzeichen einer Infektionserkrankung auffinden. Hierzu sollten die Atemwege, beginnend im HNO-Bereich, aber auch die Lungen untersucht werden. Das Betasten der typischen Lymphknotenstationen, normalen anatomischen Positionen von Lymphknotenansammlungen könnte bei empfindlich vergrößerten Lymphknoten auf eine entzündete Körperregion hindeuten. Das Betasten der Bauchdecke in sämtlichen Regionen (ärztlich werden 4 Quadranten unterschieden) wie auch das Beklopfen der Flanken, in denen sich die Nierenlager befinden kann eine Schmerzhaftigkeit als Erkrankungshinweis aufdecken.

Im Videogespräch muss der Arzt/die Ärztin die Dringlichkeit einer körperlichen Untersuchung einschätzen, da er /sie unter Videobedingungen ja nur einschränkte Untersuchungsmöglichkeiten in Zusammenarbeit mit dem Patienten /der Patientin haben.

Je nach vermuteter Ursache können darüber hinaus weitere Untersuchungen wie beispielsweise eine Blutprobe nötig werden.

Was tun bei Schüttelfrost?

  • Trinke viel Flüssigkeit beispielsweise Wasser oder heißen Tee.
  • Gib deinem Körper eine Auszeit und ruhe dich aus.
  • Sorge für ausreichend Wärme beispielsweise mit einer warmen Decke oder einem warmen Fußbad.
  • Treten die Beschwerden nach einem langem Sonnenbad auf, solltest du dich umgehend in eine kühle Umgebung begeben. Versuch deinen Körper mit kühlen Umschlägen oder Tüchern zu bedecken. Auch hier ist es wichtig, ausreichend zu trinken.

Therapie von Schüttelfrost

Die Behandlung von Schüttelfrost richtet sich in erster Linie nach der zugrunde liegenden Ursache. Meist tritt das Muskelzittern als Erstsymptom einer Infektionskrankheit auf, sodass vor allem Wärme gegen Schüttelfrost hilft (sofern noch keine erhöhte Temperatur besteht).

Liegt eine bakteriell bedingte Infektionskrankheit vor, kann die Gabe von Antibiotika in Erwägung gezogen werden. Je nach Ursprung des Schüttelfrostes kommt eine individuelle Behandlung in Frage.

Wann du umgehend Hilfe suchen solltest

  • Der Schüttelfrost ist sehr stark und hält über mehrere Stunden hinweg an.
  • Neben Schüttelfrost und Fieber treten Übelkeit und Erbrechen auf.
  • Zusätzlich zum Schüttelfrost liegt ein starkes Krankheitsgefühl vor.
  • Es besteht hohes Fieber (ab 40°), das trotz fiebersenkender Medikamente nicht zurückgeht.
  • Der Schüttelfrost tritt als Folge eines langen Sonnenbades oder aber als Folge einer Unterkühlung auf.
  • Es kommt zu schwerwiegenden Symptomen wie beispielsweise Atemnot oder Nackensteifheit.
  • Schüttelfrost tritt nach dem Konsum von Pilzen, Drogen oder nach der Einnahme von Medikamenten auf.
  • Die Beschwerden treten nach einer Reise in Tropenregionen auf.

Wie kann Kry helfen?

Mithilfe der Kry App kannst du einen Arzt kontaktieren und im Videogespräch ausführlich über deine Beschwerden sprechen. Der Behandler kann dir helfen, deine Symptome einzuordnen, die richtige Diagnose zu stellen und die notwendige Behandlung einzuleiten. Über die App kann der Arzt dir Medikamente verschreiben und dich gegebenenfalls an einen Spezialisten zur Weiterbehandlung überweisen. Außerdem besteht die Möglichkeit, eine Krankschreibung auszustellen.

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