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Rheumatoide Arthritis: Die häufigste Form von Rheuma

Rheumatoide Arthritis, im Volksmund oft einfach als Rheuma bezeichnet, ist eine chronische Gelenkerkrankung, von der viele Menschen betroffen sind. Die Krankheit kann nicht geheilt werden, lässt sich jedoch behandeln. Patienten können viel tun, um ihren Zustand selbst zu verbessern.

Auch wenn die beiden Begriffe Rheuma und Rheumatoide Arthritis oft synonymhaft verwendet werden, bezeichnen sie nicht dasselbe. Die Rheumatoide Arthritis ist eine Erkrankung aus dem sogenannten Rheumatischen Formenkreis – die mit Abstand häufigste Form von Rheuma. Daher wird Rheuma umgangssprachlich (und nicht ganz korrekt) oft als Kurzform für Rheumatoide Arthritis verwendet.

Die Erkrankung beginnt oft schleichend und verläuft schubweise. Typische Symptome der Rheumatoiden Arthritis zeigen sich häufig an den Fingern oder an den Zehen. Die Gelenke können geschwollen oder gerötet sein. Sie können schmerzen oder sich steif anfühlen, insbesondere morgens. Mit der Zeit können die Gelenke deformiert werden.

Folgende, eher unspezifische Symptome der Rheumatoiden Arthritis können ebenfalls auftreten:

  • Müdigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Leichtes Fieber

Eine rheumatische Erkrankung kann im gesamten Körper Entzündungen verursachen. Nach Händen und Füßen können auch größere Gelenke in Mitleidenschaft gezogen werden, etwa an den Ellenbogen, Schultern oder Knien. Schließlich können sich auch an Blutgefäßen, Herzbeuteln oder Augen Symptome der Rheumatoiden Arthritis zeigen.

Gegenwärtig ist nicht ganz klar, wo die Ursachen für Rheumatoide Arthritis liegen. Diese Wissenslücke erschwert die Rheuma-Behandlung erheblich. Bekannt ist, dass Rauchen, Übergewicht und das Erbgut Faktoren sind, die sowohl einzeln als auch in Kombination das Risiko einer Rheumatoiden Arthritis erhöhen können.

Die Gene können nur geringfügig beeinflusst werden. Eine Ernährungsumstellung, eine Verbesserung der Bewegungsgewohnheiten und der Verzicht auf Zigaretten liegen jedoch in der Macht jedes Einzelnen.

Rheumatoide Arthritis tritt häufiger bei Frauen als bei Männern auf. Die Krankheit kann Menschen jeden Alters betreffen. Das Durchschnittsalter der Erkrankten liegt bei 55 Jahren.

Die Rheumatoide Arthritis wird vom Patienten selbst oftmals als grippaler Infekt fehlgedeutet, vor allem, wenn die Gelenke noch nicht betroffen sind. Über eine genaue Anamnese, eine körperliche Untersuchung, eine Blutprobe und gegebenenfalls bildgebende Verfahren wie Röntgenaufnahmen oder Ultraschall lässt sich die Erkrankung jedoch eindeutig feststellen. Dann kann eine zeitnahe Rheuma-Behandlung in die Wege geleitet werden.

Wenn du den Verdacht hast, an einer Rheumatoiden Arthritis zu leiden, solltest du dich so schnell wie möglich mit einem Arzt in Verbindung setzen. Es ist enorm wichtig, im Krankheitsfall sofort die passende Rheuma-Behandlung einzuleiten. Bei unbehandelten rheumatischen Erkrankungen können sich die Gelenkfunktionen rasch verschlechtern und die Schmerzen zunehmen.

Bei einer schubweise verlaufenden rheumatischen Erkrankung ist eine enge Zusammenarbeit von Arzt und Patient von zentraler Bedeutung. Auch wenn die Krankheit bei dir Schmerzen verursacht, solltest du nicht aufhören, dich zu bewegen. So können Muskeln und Gelenke gestärkt werden. Der Verzicht auf Nikotin sowie eine ausgewogene, antientzündliche Ernährungsweise können den Symptomen der Rheumatoiden Arthritis ebenfalls entgegenwirken. Zudem bringen Entspannungstechniken oft Linderung.

Ziel einer Rheuma-Behandlung ist es, die Entzündungsprozesse in den Gelenken möglichst früh und möglichst vollständig zu unterdrücken. Hierfür gibt es hochwirksame Medikamente. So kann der Verlauf der Krankheit verlangsamt werden. Heilbar ist Rheuma nicht; der Arzt formuliert zusammen mit dem Patienten individuelle Therapieziele.

Bei KRY kannst du dir eine erste Beratung zum Thema Rheuma holen. Um eine Rheuma-Behandlung einzuleiten, sind voraussichtlich weitere Untersuchungen bei einem Rheumatologen notwendig.

Letzte Aktualisierung:
17. August 2019
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