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Mandelentzündung: Schnelle Hilfe bei akuter Tonsillitis

Was tun bei einer Mandelentzündung? Die starken Halsschmerzen, die oftmals durch eine Tonsillitis verursacht werden, sind äußerst unangenehm. Die gute Nachricht: Eine Mandelentzündung verschwindet in den meisten Fällen von selbst wieder. Gleichzeitig kannst du eine Menge tun, um dich während der Erkrankung besser zu fühlen.

Die Halsmandeln sind 2 mandelförmige Weichteile. Sie befinden sich auf der Rückseite des Gaumens, eine auf jeder Seite. Als Teil des körpereigenen Immunsystems schützen sie uns vor Infektionen: Sie sind die erste Abwehr des Körpers gegen Viren und Bakterien, die durch den Mund eindringen. So können sie leicht infiziert und entzündet werden. Sind Viren die Auslöser, bedeutet dies oft, dass es sich um eine Erkältung handelt.

Symptome einer durch Bakterien verursachten Mandelentzündung

  • Fieber
  • Halsschmerzen
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Gelblicher Belag auf den Mandeln

Symptome einer durch Viren verursachten Mandelentzündung

  • Halsschmerzen
  • Husten
  • Schnupfen
  • Heiserkeit

An beiden Seiten des Halses können direkt unter dem Kiefer die Lymphknoten anschwellen. In diesem Fall spürst du 2 schmerzende Kügelchen unter der Haut. Die Mandelentzündungs-Symptome verschwinden in der Regel innerhalb von 3 bis 7 Tagen von selbst.

Tonsillitis ist eine häufig vorkommende Krankheit. Ursache sind Viren oder Bakterien, Letztere meist vom Typ Streptokokken. Eine Entzündung durch Viren kommt allerdings deutlich häufiger vor.

Die Infektion erfolgt durch den direkten Kontakt mit einer infizierten Person. Dabei kann es genügen, dass jemand in deiner Nähe niest oder hustet. Auch eine indirekte Ansteckung über Gegenstände wie z. B. Türklinken ist möglich. Die ersten Symptome einer Mandelentzündung treten 2 bis 4 Tage nach der Infektion auf.

Da Mandelentzündungen ansteckend sind, ist es besonders wichtig, sie sicher zu diagnostizieren. Der Arzt wird versuchen herauszufinden, ob die Mandelentzündung viren- oder bakterienbedingt ist. Dafür wird er sich zunächst nach den Beschwerden und der Krankheitsgeschichte erkundigen. Anschließend erfolgt eine Untersuchung von Mund, Nase und Ohren.

Unter dem Kiefer tastet der Arzt nach geschwollenen Lymphknoten. Ein Abstrich im Rachen mit einem Wattestäbchen kann die Diagnose Tonsillitis zusätzlich absichern.

Oh Schreck – eine Mandelentzündung! Was tun? Unabhängig davon, ob Viren oder Bakterien die Übeltäter sind, geht die Mandelentzündung normalerweise von selbst vorüber. Folgendes kannst du tun, um dich während der Krankheitstage besser zu fühlen:

  • Ausruhen
  • Viel trinken
  • Mit einer Kochsalzlösung gurgeln
  • Fiebersenkende und schmerzstillende Medikamente nehmen
  • Nicht rauchen

Mandelentzündungen sind sehr ansteckend. Am häufigsten treten sie im Winter und im Frühling auf. Durch vorausschauende Verhaltensweisen kannst du die Ausbreitung einer Infektion bzw. die Gefahr einer Wiederansteckung verringern.

  • Benutze stets dein eigenes Handtuch, auch innerhalb der Familie.
  • Ersetze deine Zahnbürste, nachdem du Antibiotika gegen eine Mandelentzündung erhalten hast. In der Zahnbürste verbleibende Bakterien können zu einer erneuten Ansteckung führen.
  • Hat dein Kind Antibiotika gegen eine Mandelentzündung erhalten, solltest du alle Dinge, die es im Mund hatte, gründlich waschen.
  • Iss nicht von den Tellern anderer Leute und trinke nicht aus ihren Tassen und Gläsern.
  • Wasche deine Hände häufig und sorgfältig.

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es passieren, dass du nach dem Abklingen der Symptome erneut eine Mandelentzündung bekommst. Es ist durchaus üblich, dass eine Tonsillitis innerhalb eines Monats zurückkehrt. Grund ist eine erneute Infektion oder das Verbleiben von Bakterien in den Mandeln.

Wenn innerhalb einer Familie häufig Mandelentzündungen auftreten, sollte sich die ganze Familie untersuchen lassen. Es könnte sein, dass ein Familienmitglied eine Mandelentzündung ohne Symptome hat und die anderen damit infiziert.

Eine durch Viren verursachte Mandelentzündung wird nicht ursächlich behandelt. Meist tritt schon innerhalb einer Woche eine Besserung ein. Wenn du durch Bakterien krank geworden bist und dich schlecht fühlst, kann ein Antibiotikum helfen. Allerdings ist dies nicht immer der Fall.

Wenn du häufig Mandelentzündungen bekommst und dies für dich sehr problematisch ist, kann eine Operation infrage kommen. Dabei werden die Halsmandeln entfernt. Es handelt sich um einen häufig durchgeführten Eingriff. Sprich mit deinem Arzt darüber – die Vor- und Nachteile einer Mandelentfernung sollten sorgfältig gegeneinander abgewogen werden.

Was tun bei Mandelentzündungen bei Kindern? Auch die Kleinsten können von einer ansteckenden Mandelentzündung geplagt werden. Häufige Anzeichen einer Tonsillitis sind, wenn Kinder nichts essen und nichts trinken möchten. Sie können Fieber haben, müde sein und über Kopf- oder Ohrenschmerzen klagen.

Durch Bakterien verursachte Mandelentzündungen können bei Kindern auch ohne Symptome auftreten. Kleinkinder unter 3 Jahren sind allerdings selten von der durch Bakterien verursachten Variante betroffen. Generell haben Kinder und Jugendliche jedoch häufiger mal eine ansteckende Mandelentzündung.

Hat dein Kind eine Mandelentzündung, kannst du es bei einem leichten Verlauf selbst zu Hause behandeln. Bei Fieber, starker Vereiterung der Mandeln oder wenn die Symptome nach 3 Tagen nicht besser werden, solltest du es jedoch unbedingt zum Arzt bringen. Da eine Mandelentzündung ansteckend ist, sollte dein Kind bis zur Genesung nicht in die Kita oder in die Schule gehen.

Wenn du eine ansteckende Mandelentzündung vermutest, kann KRY dir dabei helfen, die Lage richtig einzuschätzen. Deine Symptome werden individuell beurteilt und du wirst zur weiteren Vorgehensweise beraten. Gegebenenfalls erhältst du auch ein Rezept und eine Krankschreibung.

Bei großen Schmerzen auf einer Halsseite oder wenn du Schwierigkeiten hast, den Mund zu öffnen, empfehlen wir dir, direkt einen Arzt aufzusuchen. Das gilt auch, wenn du ein gestörtes bzw. geschwächtes Immunsystem hast.

Letzte Aktualisierung:
7. August 2019