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Akuter Durchfall: Ein häufiges Symptom mit vielen möglichen Ursachen

Durchfall, in der medizinischen Fachsprache als Diarrhoe bezeichnet, tritt normalerweise akut auf. Häufig wird er von Übelkeit und Erbrechen begleitet. Schnell fühlt man sich erschöpft und kraftlos. Zum Glück gehen die Durchfall-Symptome in der Regel innerhalb weniger Tage von allein wieder vorbei.

Das primäre Durchfall-Symptom ist den meisten Menschen bekannt: weicher oder wässriger Stuhl, aufgrund dessen man viel Zeit auf der Toilette verbringt. Zusätzlich kann es bei Diarrhoe auch zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Einige Darminfektionen gehen auch mit Fieber und Magenschmerzen einher. Durchfall, der durch Bakterien und Viren verursacht wurde, vergeht oft binnen weniger Tage von selbst.

Akuter Durchfall kann außerdem auf eine Laktose- oder Glutenunverträglichkeit zurückgehen. Dabei kommt es oftmals auch zu Gasbildung und Blähungen. Generell ist Durchfall ein häufiges Symptom bei Nahrungsmittelallergien, ebenso wie Blähungen, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen.

Eine Diarrhoe tritt auf, wenn der Darm nicht so viel Flüssigkeit aufnehmen kann wie gewöhnlich. Durch Durchfall (und auch Erbrechen) wird der Körper von der Flüssigkeit befreit. Durchfall gilt nicht als eigenständige Erkrankung. Vielmehr ist er ein Symptom, etwa für eine Infektionen, eine Allergie, eine Tumorerkrankung oder starke psychische Belastung.

Häufig wird Durchfall durch Bakterien, Viren oder Parasiten verursacht. Sie können über Verschmutzungen in den Körper gelangen. Das kann z. B. passieren, wenn man auf kranke Menschen trifft oder mit infizierten Lebensmitteln oder Getränken in Kontakt kommt.

Durchfall kann im Zusammenhang mit vielen verschiedenen Krankheiten oder als Folge bestimmter Krankheitszustände auftreten. Auch Medikamente wie beispielsweise Antibiotika können Durchfall verursachen. In diesen Fällen ist der Durchfall häufig langanhaltend, dauert also mehr als 4 Wochen an.

Kinder können 2 Wochen und länger Durchfall haben, der durch Viren oder Bakterien verursacht wird. Dein Kind hat Durchfall? Dann musst du unbedingt sicherstellen, dass es genug trinkt, um die Flüssigkeit zu ersetzen, die durch den Durchfall ausgeschieden wird.

Kleinkinder dürfen nach einer Durchfall-Behandlung wieder zurück in die Kita, wenn sie mindestens 2 Tage lang keinen Durchfall mehr hatten. Ältere Kinder sollten nach Abklingen der Durchfall-Symptome wenigstens 24 Stunden warten, bevor sie wieder in die Schule gehen.

Klar: Du weißt es natürlich selbst, wenn du unter akutem Durchfall leidest. Ein Arzt kann dir vor allem weiterhelfen, wenn es darum geht, chronischem Durchfall auf den Grund zu gehen und die dahinter liegende Ursache aufzuspüren. Dabei wird er auf Blutanalysen, Stuhluntersuchungen und bildgebende Verfahren zurückgreifen. Gegebenenfalls ordnet er auch eine Darmspiegelung an.

Häufig ist Durchfall harmlos und geht schnell wieder vorüber. In diesen Fällen solltest du jedoch nicht zögern, ärztliche Hilfe aufzusuchen:

  • Wenn du blutigen Durchfall hast.
  • Wenn du hohes Fieber (über 39,5 Grad) hast.
  • Wenn du seit mehr als 48 Stunden schweren Durchfall hast.
  • Wenn du an einer Darmerkrankung leidest.
  • Wenn du starke Magenschmerzen hast.
  • Wenn du nur sehr wenig Urin ausscheidest.
  • Wenn dein Urin sehr dunkel ist.

Die letzten beiden Punkte können ein ernsthaftes Anzeichen von Flüssigkeitsmangel sein – hier muss im Rahmen einer professionellen Durchfall-Behandlung rasch gehandelt werden. Darüber hinaus sollten Babys, Kleinkinder und ältere Menschen mit Durchfall so schnell wie möglich ärztliche Hilfe erhalten.

Bei Durchfall ist es wichtig, dass der Patient viel Flüssigkeit zu sich nimmt und den Elektrolythaushalt ausgleicht. Dies gilt besonders für kleine Kinder und ältere Menschen. Du kannst fertige Elektrolyt-Päckchen in der Apotheke kaufen oder dir dein eigenes Elektrolyt-Getränk mischen.

Darüber hinaus solltest du versuchen, so schnell wie möglich wieder etwas zu essen. Beginne mit kleinen Portionen. Lebensmittel, die viel Stärke enthalten, machen den Stuhl fester. Das sind z. B. Reis, Hafer und Bananen. Milchprodukte, Kaffee, Alkohol und Frittiertes solltest du hingegen meiden. Übrigens: Das viel beschworene Hausmittel „Salzstangen und Cola“ ist nicht geeignet, Durchfall zu bekämpfen!

In der Apotheke kannst du auch nicht verschreibungspflichtige Medikamente gegen Durchfall erhalten. Eine solche medikamentöse Durchfall-Behandlung sollte jedoch altersabhängig durchgeführt und in jedem Fall mit Bedacht angegangen werden. Schließlich versucht der Körper bei akutem Durchfall meist, schädliche Erreger loszuwerden. Du solltest die Durchfall-Medikamente also, wenn überhaupt, nur kurzzeitig einnehmen.

Achtung: Wenn du Medikamente nimmst, solltest du bedenken, dass schwerer Durchfall ihre Wirksamkeit beeinträchtigen kann! Das gilt auch für orale Verhütungsmittel (die Pille).

Eine Diarrhoe braucht in der Regel keine Behandlung. In den meisten Fällen geht der Durchfall nach ein paar Tagen von selbst wieder vorbei. Durchfall, der länger als 2 Wochen anhält oder zu einem schlechten Allgemeinzustand führt, sollte von einem Arzt abgeklärt werden. Die Durchfall-Behandlung hängt dann davon ab, was die Beschwerden im Einzelnen verursacht.

Bei akutem Durchfall kann dich eine Video-Konsultation über KRY beruhigen. Du bist dir unsicher, ob du Blut im Stuhl hast? Bei KRY hast du die Möglichkeit, deinem Arzt ein Foto zu übermitteln. So kann er dir raten, was zu tun ist. Gegebenenfalls kann dir der Arzt auch ein Rezept für ein Durchfall-Medikament sowie eine Krankschreibung ausstellen.

Letzte Aktualisierung:
9. August 2019