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So wirst du Filzläuse los

Wenn es im Schambereich juckt, könnte dies ein Hinweis auf Filzläuse sein. Diese kleinen Insekten sind weniger als 2 mm groß, leben im menschlichen Schamhaar und ernähren sich vom Blut ihres Wirtes. Dies verursacht den Juckreiz im betroffenen Bereich. Wie kannst du sie loswerden? Erfahre hier mehr über die unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten.

Was sind Filzläuse?

Filzläuse sind mit den Kopf- und Körperläusen verwandt. Sie verursachen keine ernstzunehmenden Gesundheitsprobleme und treten weniger häufig auf als Kopfläuse.

Wie kannst du feststellen, ob du Filzläuse hast?

Das häufigste Symptom ist ein Jucken im Schambereich. Es tritt bis zu einen Monat nach dem ersten Befall auf. Ebenfalls typisch sind bläuliche Läusebisse und wunde Stellen vom Kratzen. Die wunden Stellen können sich infizieren.

Filzläuse können auch im Brust- oder Achselhaar, aber auch im Gesichtshaar vorkommen, beispielsweise in den Wimpern, wo sie Entzündungen der Augenlider verursachen.

Filzläuse und ihre Eier, die sogenannten Nissen, sind mit bloßem Auge sichtbar. Um sicherzugehen, kannst du eine Lupe verwenden.

Die häufigsten Komplikationen bei Filzläusen sind Sekundärinfektionen der vom Kratzen wunden Stellen sowie geschwollene Lymphknoten in der Leistengegend.

Das Jucken wird manchmal mit anderen Hautkrankheiten wie der Krätze verwechselt. Wenn du nicht sicher bist, lass deine Beschwerden von einem Arzt abklären.

Wie bekommt man Filzläuse?

Wie andere Läuse sind auch Filzläuse kein Zeichen für unzureichende Körperpflege. In der Regel werden sie durch Körperkontakt übertragen, insbesondere Sexualkontakte. Deshalb fallen sie in die Kategorie der sexuell übertragbaren Krankheiten. Filzläuse können auch durch gemeinsame verwendete Bettwäsche oder Kleidung weitergegeben werden. Das ist allerdings seltener der Fall, da sie höchstens 24 Stunden ohne Wirt überleben können.

Eine weibliche Filzlaus legt täglich bis zu drei Eier. Die Nissen kleben am Haar, bis 7 bis 10 Tage später die jungen Läuse schlüpfen.

Manche Menschen reagieren übersensibel – vergleichbar mit einer allergischen Reaktion – auf das Sekret, das Filzläuse beim Biss absondern. Dies verursacht das Jucken.

Bei einem wiederholten Befall tritt der Juckreiz nahezu zeitgleich wieder auf.

So wirst du Filzläuse los

Die Behandlung von Filzläusen erfolgt durch Auftragen eines Läusemittels auf den betroffenen Bereich. Du solltest nicht nur den Schambereich, sondern auch alle anderen behaarten Körperregionen behandeln, beispielsweise Brust und Beine. Bei einer großen Zahl von Nissen solltest du den Bereich enthaaren.

Behandle auch alle Handtücher, die Bettwäsche und Kleidung, indem du sie bei mindestens 60 °C wäschst. Ist das nicht möglich, kannst du ein Antiparasitenspray verwenden. Nur so kannst du vermeiden, dass du erneut von Filzläusen befallen wirst.

Antiparasitenmittel wirken nicht gegen Nissen. Überprüfe daher nach sieben bis 10 Tagen, ob neue Läuse geschlüpft sind. Wiederhole dann ggf. die Behandlung.

Bei einem Befall mit Filzläusen empfehlen wir, dass du dich auf weitere Geschlechtskrankheiten (Harnröhrenentzündung, Syphilis, Hepatitis B, HIV) testen lässt. Sexualpartner müssen ebenfalls behandelt werden.

Wann du ärztlichen Rat einholen solltest

Sofort. Filzläuse selbst sind keine Krankheit. Die wunden Stellen, die sie verursachen, können jedoch sehr unangenehm sein. Der Juckreiz und das damit verbundene Kratzen bedeuten eine Infektionsgefahr. Zudem sind Filzläuse sehr leicht übertragbar. Nur durch frühzeitige Behandlung kannst du verhindern, dass du sie weitergibst.

Wie kann Kry helfen?

Unsere Ärzte können dir sagen, ob du Filzläuse hast. Wenn keine Komplikationen auftreten, verschreiben sie dir eine geeignete Behandlung und veranlassen gegebenenfalls auch Tests auf sexuell übertragbare Krankheiten.

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