Kry-logo
Jetzt installieren

Coronavirus

SARS-CoV-2 ist ein Coronavirus, das die Krankheit Covid-19 hervorruft. Seit Januar 2020 breitet sich die Krankheit auf der ganzen Welt aus.

Ursprung des Coronavirus (SARS-CoV-2)

Im Dezember 2019 traten in Wuhan (China) akute Atemwegserkrankungen auf, die durch ein SARS-CoV-2 („severe acute respiratory syndrome coronavirus type 2“) verursacht wurden. Die durch das Coronavirus ausgelöste Erkrankung wird gemäß WHO als Covid-19 („coronavirus disease 2019“) bezeichnet. Seit Januar 2020 breitet sich die Erkrankung weltweit aus.

Coronaviren sind eine Virusfamilie, die vor allem bei Säugetieren und Vögeln Erkrankungen auslösen kann. Allerdings können diese Erkrankungen auch auf den Menschen übertragen werden. Coronaviren kommen weltweit vor und können beim Menschen milde Erkältungen, aber auch schwere Lungenentzündungen auslösen.

Nach bisherigen Erkenntnissen hat die aktuelle SARS-CoV2-Pandemie ihren Ursprung in asiatischen Fledermäusen. Dabei ist noch nicht geklärt, ob das Coronavirus direkt von einer Fledermaus auf einen Menschen übertragen wurde oder es einen weiteren tierischen Überträger gab. Man geht davon aus, dass sich die ersten infizierten Menschen auf einem Markt in der chinesischen Stadt Wuhan angesteckt haben.

Wie wird das Coronavirus übertragen?

Wie alle Coronaviren wird SARS-CoV-2 vor allem durch Tröpfcheninfektion übertragen. Die Übertragung erfolgt über die Atemwege, wenn wir virenbelastete Partikel einatmen. Beim Sprechen, Atmen, Niesen und Husten geben wir Tröpfchen und Aerosole ab. Die feinen Aerosole bleiben am längsten in der Luft und können sich besonders in geschlossenen Räumen besonders gut verteilen.

Das Ansteckungsrisiko durch Tröpfcheninfektion ist am höchsten:

  • beim Singen oder Schreien (weil dabei mehr Aerosole ausgestoßen werden)

  • bei einem längeren Aufenthalt in kleinen oder schlecht belüfteten Räumen

  • bei räumlicher Nähe zu einer infizierten Person (unter 1 bis 2 Meter) – auch im Freien

  • bei schwerer körperlicher Arbeit in schlecht belüfteten Räumen

Auch eine Schmierinfektion (Kontaktübertragung) über kontaminierte Gegenstände oder Oberflächen ist möglich.

Die Inkubationszeit, also die Zeitspanne zwischen Ansteckung mit dem Coronavirus und Auftreten der ersten Covid-19-Symptome, kann zwischen 5 und 14 Tagen liegen.

Infektionen können von Personen übertragen werden, die Symptome zeigen. Aber auch Infizierte mit einem asymptomatischen (symptomfreien) Verlauf der Krankheit können andere anstecken. Dasselbe gilt für Infizierte, die noch die Inkubationszeit durchlaufen und bei denen die Krankheit noch nicht ausgebrochen ist.

In welchem Zeitraum genau eine infizierte Person ansteckend ist, ist noch nicht definiert. Wir wissen aber, dass in der Zeit kurz vor und nach Beginn der ersten Symptome die Ansteckungsfähigkeit am größten ist.

Diagnose von Covid-19

Eine Infektion mit dem Coronavirus kann sich anhand vielfältiger, jedoch unspezifischer Symptome zeigen. Sie kann aber auch symptomfrei verlaufen. Das sicherste Diagnose-Instrument, um eine Infektion zu erkennen, ist daher ein virologischer Test.

Bei Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion wird in der Teststelle oder beim Arzt in der Regel ein Nasen-Rachen-Abstrich (Nasopharynx-Abstrich) und/oder ein Rachenabstrich (Oropharynx) gemacht. Da sich die Viren im Falle einer Infektion im Rachen- und Nasenraum vermehren, wird das Sekret von dort entnommen. Bei schwereren Verläufen nimmt man auch Sekret aus den tieferen Atemwegen.

PCR-Test: Die Materialproben werden nach Entnahme schnellstmöglich im Labor untersucht. Das Standardverfahren ist der PCR-Test. Bei einer PCR (Polymerase-Kettenreaktion) wird das Erbmaterial der Coronaviren stark vervielfältigt. Dadurch können auch kleinste Mengen in der Abstrichprobe nachgewiesen werden.

Der PCR-Test dauert etwa 4 bis 5 Stunden, hinzu kommen der Transport zum Labor und gegebenenfalls verlängert sich die Wartezeit durch ein hohes Probenaufkommen. In der Regel liegt das PCR-Testergebnis aber innerhalb von 24 Stunden nach Probenentnahme vor.

Fällt der PCR-Test positiv aus, meldet das Labor dem Gesundheitsamt das Ergebnis. Das Gesundheitsamt ordnet daraufhin eine Isolierung an und ermittelt Kontaktpersonen der infizierten Person – die sich gegebenenfalls auch testen lassen und in Quarantäne begeben müssen.

Fällt der PCR-Test negativ aus, wurde für den Moment keine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt. Da der Test nur eine Momentaufnahme darstellt, solltest du dennoch vorsichtig sein und dich an die bekannten Hygieneregeln halten.

Antigen-Schnelltest: Als Ergänzung des PCR-Testverfahrens werden auch Antigen-Schnelltests angeboten, die oft schon nach 15 Minuten ein Ergebnis liefern. Hierbei werden Virus-Proteine in respiratorischen Proben nachgewiesen. Die Sensitivität von Antigen-Tests ist geringer als bei PCR-Tests. Daher müssen positive Antigen-Testergebnisse durch einen anschließenden PCR-Test bestätigt werden. Das gilt sowohl für Selbsttests als auch für Proben, die durch medizinisches Personal entnommen wurden.

Symptome einer Covid-19-Erkrankung

Zu den häufigsten Covid-19-Symptomen zählen:

  • Husten(40 %)

  • Schnupfen (29 %)

  • Fieber(27 %)

  • gestörter Geschmacks- und/oder Geruchssinn (22 %)

  • Pneumonie (Lungenentzündung) (1 %)

Weitere Symptome können u.a. sein:

Eine Infektion mit dem Coronavirus löst häufig Atemwegsinfekte aus. In der zweiten Krankheitswoche kann eine Lungenentzündung auftreten, die sich in besonders schweren Fällen zu einem ARDS (Acute Respiratory Distress Syndrome) entwickeln kann. Patienten mit einem ARDS müssen in der Regel künstlich beatmet werden.

Darüber hinaus können neurologische Symptome wie Kopfschmerzen und Schwindel auftreten. Auch Magen-Darm-Beschwerden und Leberbeschwerden sowie Herz-Kreislauf-Beschwerden sind im Verlauf einer Covid-19-Erkrankung möglich. Einige Patienten mit einer schweren Infektion können im weiteren Verlauf der Krankheit ein Hyperinflammationssyndrom entwickeln, bei dem es zu einem multiplen Organversagen kommen kann.

Bei einigen Menschen treten nach überstandener Corona-Infektion längerfristige Beschwerden auf. Long Covid, Langzeit-Covid oder das Post-Covid-Syndrom gilt als Systemerkrankung und kann sich sehr vielfältig auswirken. Lies hier mehr über Symptome, Häufigkeit und Behandlungsmöglichkeiten von Long Covid.

Impfung gegen Covid-19

Aktuell gibt es in Deutschland vier zugelassene Corona-Impfstoffe:

  • Pfizer/BioNTech: mRNA-Impfstoff, 2 Impfstoffdosen, für alle ab 12 Jahren zugelassen

  • AstraZeneca: Vektorimpfstoff, 2 Impfstoffdosen, STIKO-Empfehlung für Personen ab 60

  • Moderna: mRNA-Impfstoff, 2 Impfstoffdosen, für alle ab 12 Jahren zugelassen

  • Johnson & Johnson: Vektor-Impfstoff, 1 Impfstoffdosis, für alle ab 18 zugelassen

Sowohl der Impfstoff von Pfizer/BioNTech als auch der von Moderna verwenden Messenger-RNA (mRNA)hier findest du Infos zur Wirkung und Funktionsweise der Impfstoffe von BioNTech und Moderna.

Alle zugelassenen Covid-19-Impfstoffe haben sich als wirksam erwiesen. Nach jetzigen Stand schützen die mRNA-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer) und Modern) sowie der Vektor-Impfstoff von AstraZeneca zu etwa 90 Prozent vor einer schweren Covid-19-Erkrankung (z. B. Krankenhaus-Behandlung). Außerdem haben sie eine Wirksamkeit von etwa 75 % gegen eine symptomatische SARS-CoV-2-Infektion mit der Delta-Variante.

Es ist unwahrscheinlich, dass ein Impfstoff einen 100%igen Schutz bietet.

Wie kann ich mich noch vor einer Infektion schützen?

Neben der Impfung gegen Covid-19, staatlich verordneten Kontaktbeschränkungen und Lockdowns kann jeder etwas tun, um sich und andere vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 zu schützen, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und das Gesundheitssystem zu entlasten.

Als Schutzmaßnahme wird zusätzlich zur Impfung die AHA+L-Formel empfohlen:

  • Abstand halten: Halte im Freien und in geschlossenen Räumen mindestens 1,5 m Abstand zu anderen.

  • Hygiene beachten: Wasche deine Hände regelmäßig für mindestens 20 Sekunden. Wenn du husten oder niesen musst, dann in ein Taschentuch oder in deine Armbeuge.

  • Maske tragen: Nicht nur in Supermarkt, Bus und Bahn – überall, wo es eng wird, solltest du eine Maske über Mund und Nase tragen. Beachte dabei auch die aktuell geltenden Vorschriften für medizinische und FFP2-Masken.

  • Räume lüften: Hältst du dich mit anderen in geschlossenen Räumen auf? Dann solltest du regelmäßig für einige Minuten lüften.

Das Bundesgesundheitsministerium empfiehlt außerdem allen, die Corona-Warn-App zu nutzen, damit die Gesundheitsämter schneller Infektionsketten nachvollziehen und Kontaktpersonen informieren können.

Virusvarianten von SARS-CoV-2

Viren verändern sich ständig durch Mutation. Es ist damit zu rechnen, dass im Laufe der Zeit immer wieder neue Coronavirus-Varianten auftreten. Mehrere Varianten des Virus, das Covid-19 verursacht, wurden weltweit während dieser Pandemie dokumentiert.

Die bekanntesten Coronavirus-Mutanten sind:

  • Alpha-Variante B.1.1.7: Die „Britische Variante” wurde in Großbritannien entdeckt, wo sie sich seit September 2020 ausbreitete. Auch in Deutschland gingen damals viele Coronavirus-Infektionen auf diese Variante zurück. Die Variante B1.1.7 ist noch leichter übertragbar als die zuvor bekannten Mutationen, sie hat eine höhere Reproduktionszahl.

  • Beta-Variante B.1.351: Diese Virusvariante aus Südafrika wurde im Dezember 2020 bekannt. Es wird vermutet, dass auch diese Variante leichter von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Die südafrikanische Variante ist in Deutschland deutlich weniger verbreitet als die britische.

  • Gamma-Variante P.1: Diese Virusvariante wurde erstmals in Brasilien nachgewiesen und ähnelt der südafrikanischen Variante. Es ist denkbar, dass sie leichter übertragbar ist als der Coronavirus-Wildtyp. In Deutschland wurde die P.1 Linie bisher relativ selten nachgewiesen.

  • Die Delta-Variante (B.1.617.2) ist seit Ende Juni 2021 in Deutschland am weitesten verbreitet. Sie wurde zuerst in Indien entdeckt, von der WHO (World Health Organization) als besorgniserregend eingestuft und ist mittlerweile in vielen Ländern dominant. Die Delta-Variante weist Mutationen auf, die sie ansteckender machen als die Alpha-Variante – und die Immunantwort reduzieren könnten. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass Delta bei einer Infektion das Risiko für einen Krankenhausaufenthalt erhöht. Studien zeigen jedoch: Bei einer vollständigen Impfung mit einem der zugelassenen Covid-19-Impfstoffe besteht ein sehr guter Schutz vor schweren Krankheitsverläufen – auch nach einer Infektion mit Delta.

Wie wird Covid-19 behandelt?

Personen ohne Vorerkrankungen und mit keinen bis leichten Symptomen sollten sich zuhause isolieren, sich ausruhen und viel trinken.

Schwerere Fälle werden im Krankenhaus behandelt. Dazu gehören je nach Bedarf die Behandlung von Grunderkrankungen, die Sauerstoffgabe oder die Verabreichung von Antibiotika bei zusätzlichen bakteriellen Infektionen. Bei schweren Verläufen erhalten die Erkrankten zunächst eine Sauerstoffgabe über eine Brille oder Maske. Falls das nicht ausreicht, erfolgt eine nicht-invasive Beatmung über eine Beatmungsmaske oder -haube.

Bei Atemnot, einer zu geringen Sauerstoffsättigung im Blut und einer hohen Atemfrequenz werden Patientinnen und Patienten auf die Intensivstation verlegt. Wenn die Patientin oder der Patient nicht mehr selbst atmen kann, muss sie oder er invasiv beatmet werden. Das ist bei einem akuten Lungenversagen (ARDS: Acute Respiratory Distress Syndrome) der Fall. Dafür werden die Patienten in ein künstliches Koma versetzt und mit einem Beatmungsschlauch beatmet (intubiert).

Für die Behandlung von Patienten mit einem schweren Covid-19-verlauf wurde das Medikament Remsdesivir bedingt von der Europäischen Kommission zugelassen. Bei einigen Patienten konnte durch das Medikament die Behandlungsdauer im Krankenhaus verkürzt werden.

Weitere spezifische Therapieansätze werden aktuell noch erforscht.

Wie kann Kry helfen?

Hast du Beschwerden wie Fieber, Husten, Geruchs- oder Geschmacksverlust? Falls du eine Infektion mit dem Coronavirus vermutest, kannst du dir direkt ärztlichen Rat per Videosprechstunde holen – ganz ohne Ansteckungsgefahr. Unsere Ärztinnen und Ärzte können dir helfen, die Symptome richtig einzuordnen, dir bei Bedarf Medikamente verschreiben und dir eine Krankschreibung für den Arbeitgeber ausstellen.

Außerdem werden sie mit dir die weiteren Schritte besprechen: Du erfährst, ob du dich auf das Coronavirus testen lassen solltest und an welche medizinische Einrichtung du dich dazu wenden kannst. Bei schwerwiegenden Symptomen wie Atemnot melde dich sofort in der Notaufnahme oder bei einer Rettungsstelle.

Falls du Fragen zur Impfung gegen Covid-19 hast, kannst du dich von unseren Ärztinnen und Ärzten über die Wirkung, Verabreichung und mögliche Risiken und Nebenwirkungen der Impfstoffe aufklären lassen. Die Corona-Impfberatung über die Kry App ist für dich kostenlos, egal ob du gesetzlich oder privat versichert bist.

Wo finde ich weitere zuverlässige und aktuelle Informationen?

Auf den Seiten des Robert Koch Institutes und des Bundesgesundheitsministeriums findest du zuverlässige und aktuelle Informationen zur derzeitigen Lage.

Aktuelle Fallzahlen und Informationen zu Risikogebieten gibt es unter www.rki.de/covid-19-risikogebiete und www.rki.de/covid-19-fallzahlen. Den aktuellen Stand der Impfungen in Deutschland kannst du auf dem Impf-Dashboard des Bundesgesundheitsministeriums ablesen. Alle Daten werden ständig aktualisiert.

Letzte Aktualisierung:

Related articles

Covid Genesung Header